Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Frucht. Obst. Gewächse. rzz

Und von dem Mastvieh : Es hat schon gut zugenom-men. Imgleichen sagt man von den Leidenschaften desMenschen: Einige icidenschasten nehmen mit den Iah.ren ab, (das ist, sie werden schwächer). Der Geizaber nimmt gemeiniglich mit den Iahren zu, das ist, erwird starker.

Ueberdem so scheinet das Wort wachsen, in demeigentlichsten Verstände, auch den Begns einer mehrerenAusdehnung in die Höhe mit sich zu führen, denn wennman es von einer Ausdehnung in die Dicke verstehen will,muß man ausdrücklich hinznsetzen: Er wachset in dieDicke. Nun fangt das Pserd an in die Dicke zuwachsen. Der Baum ist dieses Jahr, fehr in der Di-cke gewachsen. Und das scheinet die Ursach zu seyn,warum man von einein Menschen, der schon seinen Wachs-thum in die Höhe gethan hgt, nach einer ausgestandenenKrankheit lieber sagt: Er hat wieder zugenommen,weil dieses Wort gleich anzeiget, er sey dicker und stärkergeworden. Von einem jungen Menschen, bei welchemsich nach einer ausgestandenen Krankheit, beides zusam.men finden kann, würde man auch beides sagen: Er istgewachsen, und hat wieder zugenommen»

Man sagt anch von dem Wasser, es wachset und esnimmt zu. Daö Wasser ist diese Nacht, einen halbenFuß gewachsen, und auch: Es hat diese Nacht einenhalben Fuß zugenommen. Das erste bloß in Absichtdessen, daß es höher geworden ist. Das zweite in Ab-sicht dessen, daß mehr Wasser hinzugekommen ist.

?z. Frucht. Obst. Gewächse.

L^n so weit wie das Wort Frucht, mit Obst undGe-wachse/ gleichbedeutend ist, wird dadurch alles ver«standen, was in dem Felde, oder in den Garten wachset,und den Menschen, oder dem Vieh, zur Speise dienet.

K 5 Weizen,