Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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154 Frucht. Obst. Gewächse/

Weizen, Rocken, Gerste, Erbsen, und dergleichen, sindLeldfrüchtc. Aepfel, Birnen, Kirschen, Spargel,Sallat, Schoten, u. s. w. sind Garrenfrüchte.

Die Eichel ist die Frucht der Eiche. Die Buch-nuß ist die Frucht der Bliche, u. f w.

Öbst nenuct man die saftigen Früchte, welche roh,und ohne weitere Zubereitung gegessen werden. DiesesWort ist sehr alt, es kommt schon bei dem lVilleramvor O^eL, Wiliergmo elt m/m.^ //'«K?^ »rborevü. S.Leibn. Loll. l^tvin. r>. izi. Das (D'ost wächset entwe-der aus den Bäumen, als Aepfel, Birnen, Pflaumen,u. s, w. oder auf Sträuchern, als Stachelbeeren, Him-beeren, und dergleichen, oder auf niedrigen Pflanzen,al6 Erdbeeren, Melonen, u. a. m. Auch die Wein-trauben werden zum Obst gerechnet. Da wir ein be-sondres Wort haben, dergleichen Art Früchte zu be-zeichnen, so ist es bloß eine unnöthige Nachahmung devFranzofen, denen ein solches Wort mangelt, wenn eini-ge sagen: Haben wir keine Früchte zum Nachessen?Gebt uns Früchte, und dergl. Ein Deutscher wirdsagen: Haben wir kein Obst:' Gebt uns Obst. Denndas Wort Frucht, hat eine zu weitlauftige Bedeutung»Gartengewächse, nennet man diejenigen Pflanzenund Kräuter, welche in den Gärten gezogen werden, dieman isset, ehe sie zur völligen Reife gelangen, und wiederExamen tragen. Artischocken, Spargel, Kohl, Mohr-rüben , u. a. m.

Man hat auch ausländische Bäume und Pflanzen,welche, weil sie die Kälte nicht vertragen können, imWinter, in besondern dazu eingerichteten Häusern müssenverwahret werden, diese nennen die Gärtner bisweilenschlechrweg, und gleichsam x«?-' kA^»,,, Gewächse.Die Häuser worin sie aufbehalten werden, heißen Ge-svöchshäuscp.

94. Ven