Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
Seite
163
Einzelbild herunterladen
 

Arbeitsam. Geschaffn^ Emsig.

Ein Fauler ist niemals fleißig, und wenn er arbeit»muß, so kann er es nicht anders, als mit der gröffc'^'uLangsamkeit thun.

Ein Müßiggänger ist ebenfalls niemals fleißig, aberwenn er bisweilen zur Arbeit gezwungen wird, so km», « res doch mit Hurtigkeit thuu, ja er stellet sich oft sehr ^c-schäfftig an.

Dem Faulen ist bisweilen seine eigene Faulheit zisrLast, und er ist darüber mit sich selber misvcrgnügr. DerMüßiggänger findet allemal einVergnügeu darin, daßer nichts thut, er hastet alle Arbeit und alle Geschaffte.

Die ^lachlaßigkeit, rühret oft von einer Übeln Er-ziehung her, wenn man in der Jugend nicht dazu ang^halten ist, die Arbeit, die uns oblieget, sorgfältig zu vor-richten. Sie ist allemal unrecht.

DieFaulhcir, hatgemeiniglicheine üble Beschaffen-heit des Körpers zum Grunde, und ist ein Fehler, od^>Gebrechen.

Der Müßiggang kommt aus einer böfen Gemüth-befchaffenheir her, und ist ein Laster. Daher kaun mmanchen Fäitrn eher die Faulheit als der MüßMane,'entfchuldiget werden.

Arbeitsam. Geschässtig. Gmstg.

er niemals müßig ist, fondern sich allezeit etwasthun machet, den nennen wir arbeitsam.wirklich zu thun hat, und sich dabei viel Mühe giebt, i)bsie gleich oft unnöthig ist, den nennen wir geschäh t! .Wer beständig über die Arbeit liegt, die er sich vorgen^ ,men hat, und sich alle mögliche Mühe giebt, sie gut zumachen, der ist emsig.

Der Arbeitsame, verrichtet nicht nur diejenige Ar.beit fleißig, welche ihm oblieget, sondern er macht sich auchzu thun, wenn er keine Arbeit hat. Der Gejci>5si>hat etwas zu thun, aber er giebt sich oft viel unui)chu^

L 2 Mi