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Scheiden. Trennen.
indem er meinetc, es sey ein geliebter Hahn, welchem ebden Namen )>om gegeben.
105. Scheiden. Trennen.
AV>cnn diese Wörter von körperlichen Dingen gebrauchtwerden, so hat Scheiden eine Absicht auf dasje-nige, was vermischet; Crenncn, auf dasjenige, was ver«bunden oder verknüpfet ist. Man scheidet die Metalle,welche mit einander vermischet sind, um die edlen von denunedlen abzusondern. Ein Hirte scheidet die Schafevon den Böcken, welche unrer einander vermischt hemmlaufen. Gott scheidere die Wasscr über der Veste, vonden Wassern unter der Veste, t B. Mos. 1,7. welche vor-her mit einander vermischet waren. Man trennet einsNach aus. Der Schneider trennet ein Kleid auf, wel-ches er umwenden will. Durch einen Säbelhieb, wirdder Arm vom icibe Ierrenner.
Im moralischen Verstand?, hat oft eben die Bedeu-tung Platz. Man sagt: Eheleurc scheiden sich. In Ab-sicht dessen, txiß vorher, alles was sie hatten, vermischtund gemeinschaftlich war. Dc?s Band der Ehe wild gestrennet; Der Tod trennet die Eheleute: In Absichtauf ihre Verbindung, welche aufhöret.
Zween Kaufleute, die in Gesellschaft gehandelt hatten,scheiden sich, wenn jeder von den Waaren, die unter ein-ander vermischet sind, und aus der gemeinschaftlichen Easse,dasjenige nimmt, was ihm zukommt. Diese Kaufleutetrennen sich, wenn sie ihre Verbindung aufheben, undnicht mehr gemeinschaftlich handeln wollen. So sagt manauch: Ein Vündniß trennen. Die Vereinigten habensich gcrrenncr.
In beiden aber, sowol im eigentlichen als im figürli-chen Verstände führet das Wort Trennen, den Begriffeiner Absonderung mit sich, welche mit Gewalt geschiehet.
Wenn