,73 Einbildung. Hochmuth. Stolz. Hoffarty.
nigen, welche solche Vorzüge nicht haben, mit verächtli-chen Augen an.
Ein Hosfartiger, bezeiget den Hochmuth, in seinemganzen Betragen, er liebet die Pracht, und setzet eineEh^e ourin, wenn er kostbarer / als andere, gekle,detisi>mehr Bremen hat, u. s. w.
Der Anfgeblaje-.e, ist ganz unmaßig von sich selbereingenommen, er w!ll allenthalben der Vornehmste seyn;Er siehet andere verächtlich an; Er redet mit niemandfreundlich, den er nicht für seines Gleichen hält: Er istgtbiecherisch gegen Geringere; Er treibet die Pracht, soweit als er nur immer kann, weil er denket, daß man ihn!um desto mehr ehren werde, U. s. w.
Ein eingebildeter Mensch ehret sich selbst.
Ein »^ochmüchiZer will von andern geehret seyn.
Ein Stolzer trotzet aus seine Vorzüge, und verach-tet diejenigen, welche sie nicht haben.
Ein Hojfarnger suchet die Ehre dadurch zu erlan«gen, daß er seine Vorzüge, Reichthümer, und derglei-chen , allen Menschen vor Augen leget.
Ein Aufgeblasener kann, seiner Einbildung nach,niemals genug geehret werden, alle Menschen scheinenihm, gegen sich selbst gering zu seyn.
Die Einbildung verleitet zum Hochmuth. DerHocbmuth ist gemeiniglich mit iLinbildiing verknüpfet,und verleitet zum Stolz. Bei dem Srolze sind Ein-bildung und Hochmuth zugleich; und ein Stolzer istauch gemeiniglich hoMrtig. Bei der Aufgeblasen-heit, kömmt alles in dem höchsten Staffel zusammen:Man hat eine übertriebene Meynung von sich selbst, undseinen Verdiensten, man trotzet aus einige Vorzüge, wel-che man besitzet, man will über alle andere erhoben seyn,man ergiebt sich der Pracht, und siehet andere gegen sichverächtlich an.
Die
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