I8O Frohlocken. Jauchzen. Juchzen.
werden kann; Doch scheinet die Verbindung mit eigenbesonders anzuzeigen, daß ein solcher Mensch, bloß aufsich selber sehe, und nur sich zu erheben suche.
Vielleicht möchte auch dieser Unterschied richtig seyn,daß der Dünkel sich auf alles beziehet, weswegen je«man» eine stolze Einbildung von sich selbst, und seinemWerthe hat, auf gewisse Vorzüge, Verdienste, Fähig,keite», Eigenschaften, und dergl. Der ^LlIendünkelhingegen, besonders diejenige stolze Einbildung anzeige,welche jemand, von seinen Fähigkeiten und guten Eigen-schaften hat.
Ein Edelmann oder Landjunker z. B. welcher bloßauf seinem Adel stolz ist, und sich deswegen dünken läßt,aus besserem Leimen gemacht zu seyn, weil er sechzehenAhnen zählen kaiui, so daß ob er gleich sonst, gar keineVerdienste hat, er dennoch alle diejenigen, neben sichverachtet und gering schätzet, welche nicht von solchemHerkommen sind, hat vielen Dünkel, man kann sa-gen: Er ist wegen seines Adels, von einem unausstehli-chem Dünkel eingenommen. Ein Mensch welcher we-gen einiger guten Eigenschaften und Fähigkeiten, die erbesitzet, eine gar zu stolze Einbildung von sich selber hat,und daher mit Verachtung alles guten Raths, welcherihm von anderen könnte gegeben werden, nur immer nachseinem eigenen Gutdünken handeln will, sich selbst für klü-ger als alle andere, und alles was er thut, für besserhält, als was andere vernünftige Leute gethan haben,oder auch sich einbildet, daß er allein alles in einer Sa-che ausrichten könne, hat einen Eigendünkel.
,12. Frohlocken. Jauchzen. Juchzen.
^>iese Wörter drücken das Verhalten aus, womit der^ Mensch eine grosse und ausserordentliche Freude zuerkcnnen giebt. Das erste aber wird besonders von denfröhlichen Gebehrden, das andere von dem fröhlichen
Rufen