Frohlockeil. Jauchzen. Itlchzen. iZ.
^Rufen gebraucht. So sind diese Wörter ausdrücklichunterschieden. Ps. 47, 2. Frohlocket mit Handen, al-le Völker, und lauchzec Gott mit fröhlichem Schall.
Frisch sagt zwar im Wörterbuche: Frohlocken n^cder Stimme. Allein ich smde kein Exempel, wo die-ses Wort von der Stimme gebraucht wird, wenn nichtzugleich fröhliche Geberden damit verknüpft smd. DieEwmologie selbst, da es Frisch von Froh und backen(exwinile) herleitet, beweiser ganz deutlich, daß eö be»sonders die fröhlichen Gebehrden ausdri'icke, und eigentlichso viel sagen wolle, als froh oder vor Freude springen.Hernach aber, hat man es in einem weiilauftigeren Sinn,von allen demjenigen Gebrauche, wodurch der Menscheinen sehr hohen Grad der Freude an den Tag leget,worunter die Stimme begriffen ist, wenn sie die fröhlichenGeberden begleitet, z B. Mos. 9, v. 2.'. Da das allesVolk sahe, frohlockeren sie und fielen auf ihr Antlitz.Ps. 95, v. 1. Lasset uns dem Herrn frohlocken.
Uneigentlich wird es auch von leblosen Dingen ge-sagt. Ps. 98, v. 8. Die Wasserströme frohlocken undolle Berge seyn fröhlich. Ies. 44. v. 2z. Ihr Bergefrohlocket mit Jauchzen.
Von einem fröhlichen Geschrei, braucht man dasWort Jauchzen. Als Aaron den Israeliten, das gol-dene Kalb gemacht hatte, jauchzere das Volk: UndMose sagt davon: Ich höre ein Geschrei, als eines Sin-getanzes. 2 B- Mos. Z2,17.18. Sie tanzeten unter fröh-lichem Rufen und Schreien.
Man verbindet auch oft diese beiden Wörter mit ein-ander. Frohlocken und Jauchzen, in welchem Fall,das erste besonders auf die Gebehrden, das zweite aufdieStimme gehet. Ps. 95, v. 1. Lasset uns dem Herrnfrohlocken, und jauchzen dem Hort unsers Heils.
Bei dem Worte Jauchzen, macht Frisch diese An-merkung , daß man das gemäßigte Freudenge-
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