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Theil 1 (1777)
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182
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Z82 Theil. Stück. Antheil.

schrei von dem Bäurischen, und vom Geschrei derBesoffenen, Zls unterscheiden, an vielen Orten,das lcyre mir juchzen auszudrücken pstcgcSieheFr. Wörterb. auf dex 485 Seite. Ich weiß, daß mandiesen Unterschied, in einigen Provinzen von Nieder-dentschland, meistentheils beobachtet, ob es pber überallgeschehe, und das Wort Juchzen, auch hochdeutsch sey^daran möchte inan wol mit Recht zweifeln können.

In der Niederdeutschen Bibel, ist das Wort jauch-zen , durch suchen gegeben. Z. B. Richt. 15. v. 14.Do he quam bet to jehi, juchcden de Philister. Pf.100. v. 1. Juchec dem Heren alle Werlt.

i-z. Theil. Stück. Antheil.

m Theil, ist dasjenige, was von dem Ganzen abge-sondert ist. Ein Stück, ist ebenfalls von dem Gan-zen abgesondert, aber ein Theil kann ans vielen Stückenbestehen, da hingegen ein Stück, nur ein einziges zu-sammenhengendesTheil ist. Antheil, bedeutet dasje-nige Theil, was uns an einer Sache zukommt.

Das Theil einer Erbschaft, kann aus vielen Stücken,aus liegenden Gründen, aus baarem Gelde, aus Haus-rath, und dergleichen bestehen. Ein Stück aus dexErbschaft, ist nur eine einzige Sache davon- Unser An-theil an der Erbschaft, ist dasjenige, was uns davongebühret.

Wenn man das Wort Theil gebrauchet, fi> stehetman allemal auf das Ganze, wovon es genommen ist.Stück beziehst sich bloß auf dasjenige, wovon man re-det, ohne daß man dabei eine besondere Absicht auf dasGanze hat, wovon es ein Theil gewesen ist. Antheilhat eine Beziehung auf denjenigen, welcher das Theil em-pfangt , oder welchem es zukommt.

So sagt man: Ein Theil des Buchs, ein Theildes menschlichen jcibes, und siehet dabei zugleich auf

das