Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Mannigfaltig. Verschieden. 18Z

das ganze Buch, auf den ganzen jeib, dessen dasjenige,wovon wir rcd.n, ei» Theil ist. Hingegen, wenn wirsa^en: Ein Stück Fleisch, einStückKuchen, sehenwirbloß aufdas Stück selbst, ohne das Ganze, wovon esgenommen ist, sonderlich in Betrachtung zu ziehen, obes groß oder klein gewesen, und dergleichen. Da6 An-theil an einem Landgut, an einer Summe Geldes, bs«ziehet sich allemal auf denjenigen, welcher an der SacheT^eit hat, und weichem etwaS davon zukommt.

Das Wort Stück, drücket auch bisweilen etwasGanzes aus, man sagr: Ein Stück Geld: Ein -itückDich: Ein Stück N)ildprct: Allein, ohngeachtetman dabei keine besondere, und unnn'ttelbare Absicht,auf etwas getheiltes hat, so ist doch in dem Worte selbstder Beauf davon verborgen. Ein Stück Dich, istein Theil der Heerde. Ein Stück N?lldpret, ist einsVon den Thieren, welche im Waide herumlaufen, undsogar, wenn man lagt: Es sind nur hundert Stückvondieser Münze gepraget worden, so ist die Zahl hundertdas Ganze, und Stück beziehet sich auf den einen Theil,wovon wir reden.

114. Mannigfaltig. Verschieden.

as viele Abänderungen hat, ist mannigfaltig.Was nicht einerlei ist, nennet man verschieden.Die Farben sind mannigfaltig, die Gattungen derKrauter und Blumen sind mannigfaltig. Die Gemü-ther der Menschen sind verschieden.

Mannigfaltig, wird daher allezeit von vielen, ver-schieden, auch bisweilen nur von zweien Dingen ge-braucht, zwischen welchen sich ein Unterschied findet.Diese beiden Blumen sind fthr verschieden. AristideSund Themistocles, waren von einer sehr verschiedenenGemüthsart.

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