Leute. Personen. 185
Wort Personen leidet nicht, alle diese Ziijammensctzun.gen, doch sagt man auch: Rarhspcrsonen, Manns?Personen, Frauenspersonen, Srandcspersonen,und vielleicht sind noch einige andere.
L.eure, verbindet man auch mit solchen Wörtern, wel.6)e eine besondere Beziehung aufdas mannliche Geschlechthaben, und dann drücket c6 so viel aus, als Männer.Man sagt: Amtleute an statt Amtmänner, Haupt-leure, Ariegeöleure, Fuhrleute, u. a. m.
In solcher Verbindung aber wird doch der PluralMänner für edler gehalten, und besonders indenenFäl-len gebraucht, wo man mit einer gewissen Achtung redet.
Frisch sagt, daß Landmainic nndü,andleure, imTschudi unterschieden werden, jene als vornehmere undLehensleute. S. Frisch B- W. Mann 641 S. Aufgleiche Weise findet man zuweilen bei den Alten, Dienst-manne und Dicnstleute unterschieden. Die ersten wa-ren vornehmere, Grafen, Freiherren und dergl. welchewegen eines Lehens, im Kriege zu dienen verpflichtet wa-ren, die anderen waren geringe Unterthanen. Hr. Ade«lung bemerket bei dem Worte Achrmann, daß manvon niedrigen Personen, im Plural, auch wol die Acht-leure sagt. Bei dem Worte Amtmann aber hat erallein den Plural Amtleute angeführet, obgleich auchAmtmänner, mit einem ahnlichen Unterschiede ge-brauchlich ist. Man wird z. B- sich des Plurals Amt,leure bedienen, wenn man ohne Absicht auf besonderePersonen von ihnen redet. Die Amrleure klagen, daßsie bei jetzigen Zeiten ihre Pacht nicht herausbringen kön-nen. Oder die Lieferungen, welche von den Amtleu-ten gefedert werden, fallen ihnen sehr beschwerlich, unddergl. Hingegen wenn man mit einer gewissen Achtungvon ihnen redet, oder die Rede an mehrere gegenwärtigeBeamte richtet, wird man lieber den Plural Amtsmanner gebrauchen. Z. B. die beiden Herren Amt-
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