Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Handlung. That. Thun. Machen. 187

thun. Wer an etwas stösset, und fallt, handelt widerseinen Willen, u. s. w.

jAne Handlung, setzet also eine wirkende Kraftvoraus, welche aber oft, ohne Vorsaß und Absichtenwirket. jLine That, setzet nicht nur eine wirkendeKraft, sondern auch einen Vorsatz und gewisse Absichten,desjenigen voraus, der sie verrichtet.

Unsere freiwillige Handlunge», verrichten wirzwar ebenfalls mit Vorsatz und Absichten, Aber dieseBenennung siehet mehr aufdie gegenwärtige Zeit, in wel-cher die Sache noch wirklich geschiehet, und aufdenjen igcn,der sie thut: That hingegen, siehet mehr auf die Sacheselbst, und auf die vergangene Zeit, wenn sie schon gesche«henist. So kann man sagen: Es war eine kühne Handslung des Alexanders, daß er im Angesicht des persischenHeerS, über den GranikuS gieng; Aber da er übergegan-gen war, war es eine wichtige That, welche ihm den voll-kommensten Sieg zuwege brachte.

In der mehreren Zahl, wird das Wort Thaten,ohne ein Beiwort, gemeiniglich von den Verrichtungender Helden, und grosser Manner gebraucht. Mansagt:Die Thaten Friedrich Wilhelms des Grossen. DieThaten des Eugens.

117. Thun. Machen.

hun, hat eine Absicht auf die Handlungen vernünf-tiger Wesen. Aachen , aufdie Dinge, welche siehervorbringen. Gott thut es, und führet alles wunder«barlich hinaus. Er ist wunderbarlich mit seinem Thu»unter den Menschenkindern. Pf. 66, 5. Gott hat dieWelt gemacht. Er machet das jjcht, und schaffet dieFinsterniß. Ies. 45, 7. Er machte den Menschen auseinem Erdcnkloß. 1 B. Mos. 2, 7.

Thun, kann also von allen Beschäftigungen, undVerrichtungen des Menschen gebraucht werden. Mas

chen,