Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Rennm. Lauft,:.

ben zwinget, so bestehet er doch jeden Dreier noch erst et-liche mal, und giebt ihn nicht anders <',ls mit Widerwillenvon sich.

Der Knauser sparet, lind bricht an allen Orten ab,um seine» Geldhausen zu vermehren. Der Anicr'cr willihn nichtverringei n, und man sindet solche A-uct'er, die,ob sie gleich ihr Geld vermehren könnten, wenn sie es aufZinsen legten, sich doch nicht entschlossen können, es vonsich zu lassen, und sich lieber mit einein geringeren Ein-kommen begnügen, als daß sie ihr Geld, andern in dieHände geben wollen.

M.M sagt: Ein alter Knicker, von einem Alten,der seinen Schah verwahret, und nichts davon ausgebenwill.

125. Rennen. Laufen.

nmen, zeiget noch eine grössere Geschwindigkeit an,als kaufen, es begreift in sich, daß man alle seineKräfte dabei anwende. Daher sagt man: Eine Rcnnsbahn, wo man ans allen Kräften lauft.

Kaufen ist geringer, und wird bisweilen nur von ei«nem starken Gange gebraucht. Man sagt: Ein guterBoche, kann alle zwo Stunden eine starke Meile laufen,ohngeachtet er nur einen guten Schritt gehet. Ich habeden ganzen Tag, viel gelaufen, ob man gleich nur starkgegangen hat.

Rennen, wird eigentlich nur vonjebendigcn: kau-fen, auch von leblosen Dingen gebraucht. Die Zeit iaufcgeschwinde vorbei. Die Sonne lauft vom Morgen nachAbend. Der Schweiß lauft ihm über die Wangen her-unter. Das Stundenglas ist ausgelaufen. Das Wasserlaufr den Berg herab. Einige sagen zwar auch: DasWasser rcnncr herunter; Aber sie verwechseln Rennenmit Rinnen.