2zo Wetter. Witterung.
mit Dollmetscher, eine große Aehnlichkeit, obgleich andere Be-deutung hat,
ir brauchen das Wortwctte«. gemeiniglich um die-
jenigen Veränderungen, oder diejenige Beschaffen-heit der Luft »nd des Himmels auszudrucken; welchewiriin Sonnenschein, Regen, Wind, und dergleichen, em-pfinden. Witterung hingegen, brauchen wir mehr,von derjenigen Beschaffenheit der Luft welche zu gewis-sen Jahreszeiten, und untergewiffenHimmeisstrichenge-wöhnlich ist. Mit dem ersten Worte bestimmen wirsonderlich diejenigen Veränderungen der Luft, welchewirtaglich, ja öfters stündlich mahrnehmen: Mit dem an-dern diej.'nizen, welche von länqerer Dauer sind, und zugewissen Zeiten, gleichsam herrschen.
Wir sagen z. E. Es ist schön Wetter, hell Wetter,Re^einvem-r, Thauwerrcr, u. s. w. Hingegen, dieWitterung, ist gemeiniglich desto rauher in einem Lan-de, je näher dasselbe dem Nordpole lieget- Man hältdafür, Engellaud geniesse den größten Theil des Jahreshindurch, einer sehr gemäßigten Witterung. Hier zuLande ist die Witterung im Frühlingegewöhnlicher wei-se abwechsclud, im Herbste hcrgegen regnig, u. s. w.
Sogar in einigen Redensarten, da manbejdeWör-ter brauchen kann, haben sie doch eine Beziehung aufob-erwehnten Unterschied. Man sagt: Sonnnerrverrer,'ocrbzriverter, u. s. m. und auch: Gommerrvittc-ruiig, ^ervjlwitterung. Allein das erste beziehetsich doch allemal mehr, auf eine besondere Veränderungder Luft; Das zweite, auf eine solche, die nach der Jah-reszeit gewöhnlich ist, und langer anhält. Sommer-werrer zeiget bloß ein schönes und warmes Wetter an,so wie es im Sommer gewöhnlich ist: ^crbstwetterein rauhes und regniges Wetter, so wie es der Herbst
IZZ. Vetter. Mtterung.
gememig-