Wetter. Witterung. Dauchten. Dünken. 2Zi
gemeiniglich mit sich bringet, ohne den Begrifeiner Wäh-rung desselben zugeben. SominerwtrreruilI, '^erbsr--rvirreniüg, giebt zugleich den Begrifeineriängern Dauerund Anhalaing dieses ^Vetters. Vian kann mitten imSommer, wenn auch nur ein einziger rauher Tag ein.fällt, sagen: Wir h .ben heute ein rechtes Herbjirvi-t?ter. Wenn wir aber sagen: Wir haben eine rechteHcrbsnvirterunI, so zeiget solches an, daß das rai.he^Verrer schon lange gedauret habe. Wenn roir sagen:Wir haben fruchcbür N?etter gehabt, zeigen wir bloßan, daß ein solches ^Vetter eingefallen, daß die juftwarm, gehöriger Regen und Sonnenschein gewesen sey.Wir haben fruchtbare N?itterlinI gehabt, drücke- zu-gleich aus, daß solä)eö der Jahreszeit gemäß sey, undeine zeitlang gedauret habe.
Wenn das Wort '(Vetter, schlechthin ohne Beiwortgebraucht wird, drücket es ein Ungewitter oder Donner-wetter aus. Hiob ?8, l. Der HErr antwortete Hiob aus einem ^Vctrer, das ist, aus einem Dcmnerrret-rer. Man sagt: Es rausch t ein Wetter d.her. Esziehet sich ein lVerrer zusammen. Das N?ecrer hateingeschlagen. Pom sperre».' gerroffen werden, undDergleichen.
i?4- Dauchten. Dünken.
er Unterschied, welchen Gottsched zwischen diesenWörtern gemacht hat, daß das erste, die dritteEndung zu sich nehmen, und von solchen Dingen gesagtwerden soll, welche in die äußerliche Sinne fallen, daszweite die vierte Endung erfordere, und von der innerli-chen Meinung, welche wir haben, oder von dem Urthei-le , welches wir über eine Sache fällen gebraucht werde,dieser Unterschied ist zwar Anfangs von einigen angenom-men worden; Aber hernach hat man doch die Unrichtigkeitdesselben eingesehen. In der That, ist er weder auf
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