Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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2zc> Fels. Klippe. Schrof. Felsstein.

Die Etymologie, welche er von diesem Worte giebt,hat auch eine weit größere Wahrscheinlichkeit, als Lri-schens, von dem Schalle der anschlagenden Wellen, daer von klicken, spalten herleitet, so wie das lateinischeruj,e!> von iun>pcre, und das holländische Kntt von reistenkommt, und aus gleiche Weise, dieZxlippen in der Ostsee Schären oder Scheren genannt werden, von dem altenWorte scheren, theilen.

Daher erkläret er das Wort Zxlippe, durch einen ja.hen schrofcn Felsen, besonders wenn sein Gipfel in meh.rcre Spitzen getheilet und gleichsam gehaltet ist, er be-finde sich übrigens aus dem festen iande oder im Mcere.Imgleichen eine jähe, gleichsam abgespaltete Spitze einesFelsen.

Es würde also der Unterschied zwischen diesen Wörterndarin bestehen, daß Fels das Geschlecht ist, welches dieMaterie bezeichnet, Zxllppe hingegen die Gestalt ans.druckt, und dieser Unterschied, welchen Herr Adelungmacht, scheinet mir vollkommen richtig zu seyn.

Von dem Worte Schrof sagt Frisch:Es sey einWort, so in den Gegenden, wo keine Felsen sind, weni-,.gen bekannt ist. Er übersetzet es, 8axum mgjux, gs^e-rius 6c clru IU8. Ich finde es in einigen Wörterbüchern,bald durch 8axvm, bald durch kur-ex gegeben. Es be,deutet eigentlich, wie Frisch ganz recht bemerket, einen rau-hen und harten Leisen.

Das Beiwort (gcheAivum) schrof, welches davonherkommt, ist bekannter, und wird oft gebraucht. Mansagt: Ein schrofer Felsen. Ein schrofcr Weg, das ist,ein steiniger und rauherWeg. DieErde ist schrofgesro.ren, wenn der Moder vom Frost so hart und scharf gewor«den, daß man nicht sicher treten kann. In verschiedenenReisebeschreibungcn, der Lander um den Nordpol , habeich die Redensart gefunden: Ein schrofes Eiß.

Das