Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Fels. Klippe. Schrof. Felsstcm. 249

welche in die Augen fallen, z. E. Schildereien, Aufsähenvon Porcellan, und dergl.

Die zusammengesetzten Wörter, äusseren, aus-schmücken und auspuycn, kommen mii ihren Stamm,Wörtern übcrein, führen aber zugleich noch den Begriff mitsich, daß man etwas in der Absicht, ziere oder schmücke,damit es von allen gesehen werdc, und weis man es gleich-sam zur Sckau ausstellen will. So kann man sagen:Dieser Mann hat das Zimmer, worin er seinen Besuchanzunehmen pfleget, prachtig auszicreu lassen. Denk»er hat es in der Absicht gethan, daß seine Pracht gesehenwerden, und in die Augen fallen soll. Der Herold rittauf einem kostbar ausgeschmückten Pferde, zeiget an,das Pferd sey deswegen geschmückct worden, daß derSchmuck soll gesehen werden. Man sagt von einemFrauenzimmer: Sie hat sich ausgeschmücket, oderausgeputzet, wenn sie es nur deswegen gethan hat, umsich sehen zu lassen.

145. Fels. Rlippe. Schrof. Felsstem.

Krisch erklaret das WortZxlippe durch einen N)afse»^) felscn, und leitet es her von Ixlipp, als dem iaute,welchen die an den Felsen anschlagenden Wellen machen.Ich habe sonst diese Meinung von ihm angenommen, lindzwischen Felscn und Alippen, den Unterschied gemacht,daß die ersten auf der Erde, die anderen im Meere sind.

<zr Adelung belehret mich aber eines besseren, undich kann nicht umhin, ihm darin Beifall zu geben. Erzeiget, daß das Wort Zxlippc, auch von den Felsen aufdem jande gebraucht werde, aus Judith 4. v. 5. Daß siedie Zxlippcn am Gebirge gegen Jerusalem sollten ver-wahren. Cap.v. 1. Wie sie die Rlippcn am Gebirgeeingenommen hatten. Cap. 7. v. 5. Und nahmen ein dieAlilipen am Berge. Imgleichen die Gemsen wohnenauf den höchsten Nlippen der Alpen .

O. 5 Die