254 Sammlen. Versammlen. Zusammenkommen. :e.
len sich die Wölfe haufenweise, und auch, sie kommenhaufenweise zusammen, in den mittägigen Provinzenvon Frankreich , nehmlich in der Abficht, ihre Nahrung zusuchen. Allein es findet sich i) vors erste dieser Unterschied,daß Versammle,: nur von vielen. Zusammenkommenhingegen, auch bloß von zweien gejagt werden kann. Mankann nicht sagen: Hier habe ich mich vor einigen Wochenmit meinem Freunde versammlet. Aber man kann sa-gen: Hier bin ich mir meinem Freunde zusammen ge-kommen. Das Wort Versammlen,>s'ihret alfo jeder-zeit den Begriff einer Vielheit mit sich, welcher in demWorte Zusammenkommen nicht ist, indem dieses alleinden Begriff einerZusammennahung der Dinge giebt. 2)Zweitens, das Wort Zusammenkommen, kann auchvon leblosen Dingen gebraucht werden, wenn sie eine ge-wisse Kraft haben, sich zu bewegen, oder solche Kraft ih-nen auch nur zugeeignet wird, versammle» aber nicht.Man kann nicht fagen: Hier versammlen sich die Flüsse,sondern hier kommen die Flüsse zusammen. Ja mansagt sogar: Die Linien kommen zusammen: Die Gren-zen kommen zusammen, weil man den Linien, welchegezogen werden, oder den Grenzen, welche nach einer Li-nie gezogen werden, gleichsam ein Laufen zueignet. Dennman sagt auch, die Linien laufen zusammen. Die Gren-zen laufen oder stoßen zusammen.
Die Hauptwörter (8udngmivg) Sammlung, Ver-sammlung, Zusammenkunft, richten sich in der Be.deutung, und dem Gebrauch, völlig nach ihren Zeitwör-tern (verlns).
Das Wort Sammlung, braucht man von leblosenDingen. So stehet 1B. Mos. 1,10. Die SammlungderWasser, nennete er Meer. Man sagt: Eine Samm-lung von seltenen Münzen, von Steinen und versteinertenSachen, von Muscheln, von Alterthümern, u. s. w.
jAne