256 Muth. Herz. Tapferkeit.
sie sind alle beherzte Leute, e6 sind keine verzagte oder feigedarunter.
Einen unverfälschten Wein, nennet man zwar bis«weilen einen reinen Wein. Der Wein ist rein; Alleinauch in dieser Redensart, hat das Wort rein eine Absichtdarauf, daß die Verfälschung, eine gewisse Unsiuberleitmit sich führet, wodurch der gute Wein gleichsam verun-reiniget wird. Daher nennet man auch einen Wein, wel-cher durch einen Zusah süß gemacht worden, einen ge-schmierten Wein, weil man den Zucker, Rosinen, unddergleichen, wodurch ihm die Süßigkeit gegeben wird, alseine Unrcinigkeit anstehet, welche den Wein beschmieretoder beschmutzt.
Man sagt figürlich: Jemanden die reine Wahrhkiteinschenken, das ist, sie ihm ohne Verstellung, und ohneUnwahrheit sagen. Es ist aber auch hierin der Begriff,daß die Unwahrheit oder dasjenige, was die Wahrheitverbirgt, sie gewissermaßen befleckt.
Zmgleichen, weil bei dem rcin machen, nichts unrei-nes übrig bleibt, so braucht man das Wort rein, auch indem Verstände, wenn man sagen will, daß nichts von ei-ner Sache übrig bleibt, als rein wegkehren, rein abneh-men, rcin abschaben, rein wegtragen, und dergl.
148. Muth. Herz. Tapferkeit.
ml), drücket eine gewisse Freudigkeit und Munterkeitin allen Handluugen aus. Herz, in so weit es mitLlnith übereinkommt, zeiget eine Freudigkeit und Uncr-schrockenheit, bei schwierigen und gefährlichen Dingen an.Tapferkeit, giebt den Begriff eines muthigen und herz-haften Betragens, welches mit einer besonderen Stand-haftigkeit, und Vestigkeit in der Entschließung und Ge-sinnung sowol, als in der Ausführung verknüpfet ist.
Man sagt von einem Pferde, es hat !1 nirt), oder esist muchig, ein inurhiges Pferd, wenn es allezeit freu-dig