Schlump. Schürzen. Knüpfen. 299
zwar wmlg bekannt, werden aber doch bisweilen noch ineinigen Redensarten gehöret. Das erste kommt mit deinfranzösischen cliauce überein, und vermuthlich ist es ansder alten frankischen, in die französische Sprache gekom-men. Ich stnde es in cmem alten französischen Wörter-buchs, welches 1669 zu Basel gedruckt ist, dlirch clianc.sI^',7!Zl-cI, und auf Lateinisch, durch ^l'u^fortuittiz, über-sehet. Frisch scheinet anzuzeigen, daß es eigentlich vondem Würfelspiel sey gebrauchet worden, und führet einigeRedensarten an, in welchen e6 noch geblieben ist. Indie Schanze schlagen, eine Schanze wagen, seinerSckanze wahrnehmen, u. f. m.
Von dem Worte Schlump, führet Frisch ein altesSprichwort an: Schlump mein «Dchcm. SieheFrisch Wörterb. 2 Th. 202 Seite. Eö soll so viel bedeu-ten , als ohne Kunst, unversehens. Schotte! braucht dieRedensart: Schlumpsweise, in der 6ten jobrede derdeutschen Sprachkunst. Ich erinnere mich nicht diesesWort anders, als von den Jagern gehöret zu haben, beiwelchen es noch gebrauchlich ist. Sie nennen nehmlich,Schlumpschlch, einen solchen Schuß, welcher nichtsicher ist, sondern nur von ohngefähr trift. Sie sagenz. E. Ich wollte doch einen Schlumpschuß darauf wa-gen, das ist, ob ich gleich keinen sichern Schuß hatte, sowollte ich doch versuchen, ob ich es von ohngefähr treffenwürde. Es war ein blosser Schlump, daß er in solcherWeite das Stück Wildpret traf, das ist : Eö war einblindes Glück, es kam von ohngefähr.
175. Schürzen. Rnüpftn.
Eigentlich heißt das Wort Schürzen, ein langes Kleid,^ um mehrerer Bequemlichkeit willen, in die Höhe gür-ten. So stehet es juc. 17, 8. Schürze dich und dienemir. Bisweilen aber heißt e6 auch einen Knoten machen,und nur in diesem Verstände ist es mit knüpfen gleich,
bed»u-