Zoo Schürzen. Knüpfen. Befehlen. Gebieten.
bedeutend, man sagt: Einen Knoten knüpfen, undauch, einen Knoten schürzen.
Das erste führet den Begrif mit sich, daß durch denKnoten etwas bevestiget wird; das andere hingegen drü-cket blos das Machen des Knotens aus. Man knüpfeteinen Knoten, wenn man etwas zusammen bindet: Manschürzet einen Knoten in einem Band oder Strick, wel-cher ganz ist.
Der Fischer knüpfet den zerrissenen Strick mit ei-nem Knoren wieder zusammen. Der Fuhrmann schür-zet einen Knoten in seine Peitsche, damit sie besser durch-dringe. Die Barfüsser Mönche tragen einen Strick umden jeib, worin unten einige Knoten gefchürzer sind.
Man kann dahkr auch uncigentlich sagen: Die Na-tur hat ein vesteS Band, zwischen Brüdern und Schwe-stern geknüpfcr. Es ist ein unzertrennliches Band zwi-schen Eheleuten geknüpfet. Aber das Wort Schürzenkann in solchem Verstände gar nicht gebraucht werden.
.76. Befehlen. Gebieten.
L^n dem gemeinen Umgange, wird das Wort geboren/^) fast gar nicht gebraucht, und man wird sich in allenFällen, dafür des Wortes befehlen bedienen. Man sagt:Ich habe es meinem Bedienten befohlen; Der König hatbefohlen; Er hat in seinem Testamente, oder in seinemletzten Willen befohlen, und dergl.
Man würde also fürs erste, diesen Unterschied ma-chen können, daß das Wort befehlen allgemeiner, undsowol in der höheren Schreibart, als im gemeinen Um,gange, von wichtigen sowol als geringen Dingen üblichse», hingegen das Wort gebieten, vornehmlich in derhöheren und edleren Schreibart gebraucht werde.
Daraus entstehet zweitens, ein anderer Unterschied,nehmlich, weil das Wort gebieten, höher und edler ist,so braucht man es mchrentheils, auch nur von größeren
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