Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Neues. Neuigkeit. Neueruug. Z47

kannt ist. Neuigkeit, mehr auf die Sache selbst, welchenoch neu, und erst vor kurzem geschehen ist.

Beide dies? Wörter haben aber auch »och eine andereBedeutung, sie drücken nehmlich so etwas aus, was je»mand unbesugter Weise aufbringen will, und in diesemSinn kommen sie mit Neuerung überein.

Ein Amtmann leget den Bauern solche Dinge auf,welche sie sonst noch nicht gethan haben; Er zwinget sieVorspann zu thun, in solchen Fallen, da sie sonst davonsind frei gewesen; Oder er sodert gewisse Abgaben von ih-nen, welch? sie nicht zu entrichten schuldig sind, so klagensie, er fange etwas Neues an, er bringe ihnen Neuig?keitcn auf. Wer solche Wörter in eine Sprache einfüh.ren will, welche noch nicht gebräuchlich sind, der fangt et-wasNcuesan, er bringt Neuigkeiten auf. JndiefemVerstände beziehet sich daöWortNeucs, ebenfalls mehrauf denjenigen, dem die Sache neu ist. Neuigkeit aufdie Sache selbst.

Die Veränderung der alten Gebrauche oder Gewöhn-heiten, ist eine Neuerung. Man hat allezeit den Buch-stab D in der deutschen Sprache gebraucht, und Guaal,(Duelle geschrieben. Philipp von Zcsen und einige an-dere, fiengen die Neuerung an, daß sie das Zxw dafüreinführen, und Rrvaal, Rrvelle schreiben wollten. Esist eine Gewohnheit auf dem Lande, den Arbeitern in derErndte, fünf bis sechs Mahlzeiten zu geben: Woferneihnen jemand eine weniger geben wellre, würden sie sichbeschweren: Er fange Neuerungen in ihrem alten Her-kommen an.

207. Unwille. Zorn. Grimm. Iachzorn.

»"^ kommen, ist der, daß sie ein Miövergnügen anzei-gen, welches, man über eine Beleidigung empfindet, dieuns oder andern ist angethan worden, und wodurch man

gcrei-

worin diefe Wörter überein