Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Beschirmen. Besthützen.

eigene Fehler, und was er Böses gethan hat. Der ersteredet so wie er denket, der andcre sagt alles was erdenket.

Die Offenherzigkeit, ist also öfters ein Fehler; Aberwenn sie mit Ehrlichkeit und Redlichkeit verknüpft,und durch die Klugheit eingeschränket ist, so ist sie etwasGutes, und eine Tugend.

Ein Offenherziger, ist gemeiniglich angenehm indem Umgänge, und in Gesellschaften. Man bekommtgleich ein Vertrauen zu ihm.

221. beschirmen. Beschützen.

AT>enn die Abstammung dieser Wörter mit Gewißheitbekannt wäre, so würde man dadurch, vielleichtauf die eigentliche Bedeutung, und den Unterschied dersel-ben gcführet werden können; Da es aber ungewiß ist, obdas Wort beschirmen, von dem Hauptworte Schirm,eine Bedeckung, oder von dem alten Zeitworte schirmenherzuleiten sey, welches sowol bedecken, als auch strei-ten oder fechten hieß, und wovon, nach NX-.chtersZeugniß, im Holländischen noch dcis Wort Lcüermmce.Aer, /a»//?tt gebräuchlich ist: Imgleichen ob das Wortbeschützen, von 5<:ntum, ein Schild, oder dem altenCeltischen Worte t^ere, oder wie Frisch meinet,von (^utto« seinen Ursprung hat, so kann die Etymologiehier keine Hülfe leisten-

Unterdessen, da man beide Wörter, bisweilen miteinander zu verknüpfen pfleget: Irland in Schirm undSchurz nehmen: Schirm und Schulz gewähren 7Beschirmen und beschützen, so dünkt mich, es sey al-lerdings ein gewisser Unterschied zwischen ihnen zu machen.Denn unsere Sprache pfleget niemals ohne Ursach, gleich-bedeutende Wörter auf folche Weise bei einander zu setzen,und man wird allemal finden, daß dergleichen Verknü.

pfmuzen