410 Betrachren. Erwägen. Uebersegen.
ten, mehr von einer Aufmerksamkeit, auf die Sache selbst,Erwägen, von einer Aufmerksamkeit, auf ihre guteund böse Eigenschaften, Ueberlcgeil, von einer Auf-merksamkeit auf dasjenige gebraucht wird, waö wir dabeithun müssen.
Man betrachtet eine Wahrheit. Man erwägetdie Gründe, worauf sie beruhet. Man überleget, wieman sich dabei zu verhalten hat.
Ich betrachte-, z.E. die Wahrheit, daß der Menfcheine vernünftige Seele hat, wenn ich der Sache selber nach-denke, und auf meine Handlung Achthabe, zu sehen, wasich daraus von dieser Wahrheit entdecken kann.
Ich erwäge die Gründe, welche ich zum Beweis der-selbigen finde, ob sie stark oder schwach sind, undgnugsameUeberzeugung mit sich führen.
Ich überlege, was ich noch weiter thun muß, umzu einer völligen Erkenntniß dieser Wahrheit zu gelangen,oder was ich thun muß, um mich der Erkenntniß, welcheich davon habe, gemäß zu verhalten.
Ein erfahrner Befehlshaber, redet mit seinem Feld-herrn von einer Schlachtordnung, und macht ihm einen,Entwurf davon. Der Feldherr betrachtet diesen Ent-wurf, wenn er der Sache selbst mit Aufmerksamkeit nach-denket, und sich von der Stellung der Soldaten, von derGegend, wo die Schlacht vorfallen wird, und allen andernUmstanden, deutliche Begriffe zumachen sucht.
Er erwäget den Entwurf, wenn er untersuchet, wqsdaran gut oder mangelhaft ist, was daraus entstehen könn-te, wenn sich diese oder jene Umstände eräugneten, unddergleichen.
Er überleget den Entwurf, wenn er bedenkt, ob erauch auszuführen, was in diesem oder jenem Falle, dabeizu thun sey, was für Hindernisse dabei vorfallen, und wieman sie aus dem Wege räumen, wie man irgend einenbesonderen Umstand, sich zu Nutze machen könne, u. s. w.
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