Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Erwiedern, Versetzen.

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einen Brief, eine Frage, eine Schwierigkeit, cinenEin-wurf, eine Schrift, und dergleichen, wenn man darauf,die nöthige ober eine hinlängliche Antwort erthcilet.

Das Wort Erwiedern, scheinet mir noch nicht lan.ge aufgekommen zu seyn, unterdessen wird e6 doch vonvielen gebraucht, es giebt uns den Vegrif einer solchenAntwort, womit wir dasjenige, was uns gefagtworden,gleichsam zurückschieben, und auf gleiche Weise wiedergeben, Man erwiedert auf eine Beschuldigung, aufeinen Einwurf, auf einen Scherz, durch eine andere Be-schuldigung, Einwurf, oder Scherz, womit man den Ein-wurf oder Scherz seines Gegners nicht nur entkräftet,sondern auch macht, daß er aufihn selber zurück fallt.

Aufetwas verserzen, kommt von der Redensart her:Jemanden einen Hieb oder Schlag versetzen: Jemandeneins versehen, das ist, ihm einen Schlag anbringe». Esführet also den Begrif, einer empfindlichen, und stachli-chen Antwort mit sich, oder einer solchen, wodurch maneine Stachelrede eben so spihig beantwortet.

Antworten und Beantworten, kann man beidesmündlich und schriftlich. Erwiedern und auf etwasversetzen, führet den Begrif, einer hurtigen und ge-schwinden Antwort mit sich, die man gleich in der Ge-genwart desjenigen giebt, wider welchen man sich verthei-diget, und können alfo nur von einer mündlichen Ant-wort gebraucht werden.

Antworten ist allgemein, es kann auch in denenFällen gebraucht werden, wo man gemeiniglich mit mch-rerem Nachdruck, sich eines der andern Wörter zu bedie-nen pflegt. Wo aber keine Beziehung auf solche Ding«ist, bei welchen die andern Wörter pflegen gefetzet zu wer-den, da kann man allein das Wort Antworten brau-chen. Z. E. Hanmdal hatte seinen Bruder Magoausgeschickt, die Armee der Römer zu beobachten. Die-ser sagte ihm bei seiner Zurückkunft, daß die Feinde sehr

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