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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
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X Vorrede.

ganz zu vermeidenden Dunkelheit in der Auflösungdesselben, wie ich hoffe, zur Entschuldigung dienen,wenn nur, daß das Princip richtig angegeben wor-den, klar genug dargethan ist; gesetzt, die Art dasPhänomen der Urtheilökraft davon abzuleiten, habenicht alle Deutlichkeit, die man anderwärts, nehmlichvon einem Erkenntniß nach Begriffen, mit Rechtfordern kann, die ich auch im zweyten Theile diesesWerks erreicht zu haben glaube.

Hiemit endige ich also mein ganzes critischesGeschäft. Ich werde ungesäumt zum Doctrinalenschreiten, um, wo möglich, meinem zunehmendenAlter die dazu noch einigermaßen günstige Zeit nochabzugewinnen. Es versteht sich von selbst, daß fürdie Urtheilskrast darin kein besonderer Theil sey,weil in Ansehung derselben die Critik statt der Theo-rie dient; sondern daß, nach der Eintheilung derPhilosophie in die theoretische und prattische, undder reinen in eben solche Theile, die Metaphysikder Natur und die der Sitten jenes Geschäftausmachen werden.