Vorrede. ix
werden, und eröfnet zugleich Aussichten, die für diepracrische Vernunft vortheilhaft sind: aber es hatkeine unmittelbare Beziehung auf das Gefühl derLust und Unlust, die gerade das Räthftlhafte in demPrincip der Urtheilskraft ist, welches eine besondereAbtheilung in der Critik für dieses Vermögen noth»wendig macht, da die logische Beurtheilung nach Be-griffen (aus welchen niemals eine unmittelbare Fol-gerung auf das Gefühl der Lust und Unlust gezogenwerden kann) allenfalls dem theoretischen Theile derPhilosophie, sammt einer critischen Einschränkungderselben, hatte angehängt werden können.
Da die Untersuchung des Geschmacksvermögens,als ästhetischer Urtheilskraft, hier nicht zur Bildungund Cultur deö Geschmacks (denn diese wird auchohne alle solche Nachforschungen, wie bisher, so fer-nerhin, ihren Gang nehmen), sondern bloß in trans-scendentaler Absicht angestellt wird; so wird sie, wieich mir schmeichle, in Ansehung der Mangelhaftigkeitjenes Zwecks auch mit Nachsicht beurtheilt werden.Was aber die letztere Absicht betrist, so muß sie sich aufdie strengste Prüfung gefaßt machen. Aber auch dakann die große Schwierigkeit, ein Problem, welchesdie Natur so verwickelt hat, aufzulösen, einiger nicht
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