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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
VIII
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Vorrede.

Ästhetisch nennt, die das Schöne und Erhabne, derNatur oder der Kunst, betreffen. Und gleichwohlist die critische Untersuchung eines Princips der Ur-theilskraft in denselben das wichtigste Stück einerCritik dieses Vermögens. Denn, ob sie gleich fürsich allein zum Erkenntniß der Dinge gar nichts bey-tragen, so gehören sie doch dem Erkenntnißvermö-gen allein an, und beweisen eine unmittelbare Be-ziehung dieses Vermögens auf das Gefühl der Lustoder Unlust nach irgend einem Princip a xrloii,ohne es mit dem, was BestimmungSgrund deö Be-gehrungsvermögens seyn kann, zu vermengen, weildieses seine Principien a xrioii in Begriffen derVernunft hat. Was aber die logische Beurthei-lung der Natur anbelangt, da, wo die Erfahrungeine Gesetzmäßigkeit an Dingen aufstellt, welche zuverstehen oder zu erklären der allgemeine Verstan-desbegrif vom Sinnlichen nicht mehr zulangt, unddie Urtheilskraft aus sich selbst ein Princip derBeziehung des Naturdinges auf das unerkennbareÜbersinnliche nehmen kann, es auch :ur in Absichtauf sich selbst zum Erkenntniß der Natur brauchenmuß, da kann und muß ein solches Princip » xiiorizwar zum Erkenntniß der Weltwesen angewandt