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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
XLII
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xr.il Einleitung.

auszumachen, ob es irgendwo seine Gränzen habe, odernicht; weil wir zwar in Ansehung des rationalen Ge,brauchs unserer Erkenntnißvcrmögen Gränzen bestim-men können, im empirischen Felde aber keine Gränz-bestimmung möglich ist,

VII.

Von der ästhetischen Vorstellung der Zweck-mäßigkeit der Natur.

Was an der Vorstellung eines Objects bloß sub-jectiv ist, d. i. ihre Beziehung auf das Subject, nichtauf den Gegenstand ausmacht, ist die ästhetische Be-schaffenheit derselben; was aber an ihr zur Bestim-mung des Gegenstandes (zum Erkenntnisse) dient, odergebraucht werden kann, ist ihre logische Gültigkeit.In dem Erkenntnisse eines Gegenstandes der Sinnekommen beide Beziehungen zusammen vor. In derSinnenvorstellung der Dinge außer mir ist die Qua-lität des Raums, worin wir sie anschauen, das bloßSubjective meiner Vorstellung derselben (wodurch, wassie als Object an sich seyn mögen, unausgemacht bleibt),um welcher Beziehung willen der Gegenstand auch da-durch bloß als Erscheinung gedacht wird; der Raumist aber, seiner bloß subjectiven Qualität ungeachtet,gleichwohl doch ein Erkenntnißstück der Dinge als Er-scheinungen. Empfindung (hier die äußere) drückteben sowohl das bloß Subjective unserer Vorstellun-