Ccitik der ästhetischen Urtheilskraft. 5
die gegebene Vorstellung im Subjecte gegen das ganzeVermögen der Vorstellungen halt, dessen sich das Ge-müth im Gefühl seines Zustandes bewußt wird. Gege-bene Vorstellungen in einem Urtheile können empirisch(mithin ästhetisch) seyn; das Urtheil aber, das durchsie gefallt wird, ist logisch, wenn jene nur im Urtheileauf das Object bezogen werden. Umgekehrt aber, wenndie gegebenen Vorstellungen gar rational waren, wür-den aber in einem Urtheile lediglich aufdas Subject (feinGefühl) bezogen, so sind sie sofern jederzeit ästhetisch.
§. 2.
Das Wohlgefallen, welches das Geschmacks-urtheil bestimmt, ist ohne alles Interesse.
Interesse wird das Wohlgefallen genannt, das wir mitder Vorstellung der Existenz eines Gegenstandes verbin-den. Ein solches hat daher immer zugleich Beziehung aufdas Begehrungsvermögen, entweder als Bestimmungs-grund desselben, oder doch als mit dem Bestimmungs-grunde desselben nothwendig zusammenhangend. Nunwill man aber, wenn die Frage ist ob etwas schön sey,nicht wissen, ob uns, oder irgend jemand, an der Exi-stenz der Sache irgend etwas gelegen sey, oder auch nurgelegen seyn könne; sondern, wie wir in der bloßenBetrachtung (Anschauung oder Reflexion) beurtheilen.Wenn mich jemand fragt, ob ich den Pallast, den ich
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