Lricik der ästhetischen Urteilskraft. ^7
nißkraste des Subjects, bey einer Vorstellung wodurchein Gegenstand gegeben wird, ist die Lust selbst, weil esein Vestinmmngsgrund der Thätigkeit des Subjects inAnsehung der Belebung der Erkenntnißkräfte desselben,also eine innere Causalität (welche zweckmäßig ist> in An-sehung der Erkenntniß überhaupt, aber ohne auf einebestimmte Erkenntniß eingeschränkt zu seyn, mithin einebloße Form der subjcctiven Zweckmäßigkeit einer Vorstel-lung in einem ästhetischen Urtheile enthält. Diese Lust istauch auf keinerlei) Weise practisch, weder, wie die ausdem pathologischen Grunde der Annehmlichkeit, noch dieaus dem intellektuellen des vorgestellten Guten. Sie hataber doch Causalität in sich, nehmlich den Zustand derVorstellung selbst und die Beschäftigung der Erkenntniß-kräfte ohne weitere Absicht zu erhalten. Wir Weilenbey der Betrachtung des Schönen, weil diese Betrach-tung sich selbst stärkt und reproducirl : welches derjenigenVerweiluug analogisch (aber doch mit ihr nicht einerley)ist, da ein Reiz in der Vorstellung des Gegenstandes dieAufmerksamkeit wiederholentlich erweckt, wobei) dasGemüth passiv ist.
§. iz.
Das reine Geschmacksurtheil ist von Reizund Rührung unabhängig.
Alles Interesse verdirbt das Gefchmacksurtheil undnimmt ihm seine Unparteylichkeit, vornehmlich, wenn
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