96 Erster Theil.
das uns bekannte Planetensystem, dieses für das derMilchstraße ; und die unermeßliche Menge solcherMilchstraßensysteme unter dem Namen der Nebelsterne,welche vermuthlich wiederum ein dergleichen Systemunter sich ausmachen, lassen uns hier keine Gränzenerwarten. Nun liegt das Erhabene, bey der ästheti-schen Beurtheilung eines so unermeßlichen Ganzen, nichtsowohl in der Größe der Zahl, als darin, daß wir imFortschritte immer auf desto größere Einheiten gelan-gen; wozu die systematische Abtheilung des Weltge-bäudes beyträgt, die uns alles Große in derNatur im-mer wiederum als klein, eigentlich aber unsere Einbil-dungskraft in ihrer ganzen Gränzlosigkeit, und mit ihrdie Natur als gegen die Ideen der Vernunft, wenn sieeine ihnen angemessene Darstellung verschaffen soll, ver-schwindend vorstellt.
§- 27.
Von der Qualität des Wohlgefallens in derBeurtheilung des Erhabenen.
Das Gefühl der Unangemessener unseres Vermö-gens zur Erreichung einer Idee, die für UNs Gesetzist, istAchtun g. Nun ist die Idee der Ausammen-fassung einer jeden Erscheinung, die uns gegeben werdenmag, in die Anschauung eines Ganzen, eine solche,welche uns durch ein Gesetz der Vernunft auferlegt ist,die kein anderes bestimmtes für jedermann gültiges und
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