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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
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Erster Theil.

' habeue besteht bloß in der Relation, worin das Sinnlichein der Vorstellung der Natnr für einen möglichen übersinnli-chen Gebrauch desselben als tauglich beurtheilt wird, DasSchlechthin.Gute, subjecliv nach dem Gefühle, weicheses einflößt, beurtheilt, sdas Object des moralischen Ge-fühls) als die Bestimmb.irk.'it der Kräfte des Subjects,durch die Vorstellung eines schlechthin-nöthigenden Ge-setzes, unterscheidet sich vornehmlich durch die Modalitareiner auf Begriffen s priori beruhenden Nothwendigkeit, dienicht bloß Anspruch, sondern auch Gebot des Beyfalls fürjedermann in sich enchält, und gehört an sich zwar nicht fürdie ästhetische, sondern die reine intellectuelle Urtheilstraft;wird auch nickt in einem bloß reflectirenden, sondern bestim-menden Urtheile, nicht der Naiur, sondern der Freyheit bey-gelegt. Aber die Bestimmbarkeit des Subjects durch dieseZdee, und zwar eines Subjects, welches in sich an derSinnlichkeit Hindernisse, zugleich aber Überlegenheit überdieselbe durch die Überwindung derselben als Modifika-tion seines Zustandes empfinden kann, d. i. das morali<sche Gefühl, ist doch mit der ästhetischen Urtheilskraft undderen formalen Bedingungen sofern verwandt, daß esdazu dienen kann, die Gesetzmäßigkeit der Handlung ausPflicht zugleich als ästhetisch, d, i. als erhaben, oder auchals schön vorstellig zu machen, ohne an seiner Reinigkeiteinzubüßen: weiches nicht Statt findet, wenn man es mirdem Gefühl des Angenehmen in natürliche Verbindungsetzen wollte.

Wenn man das Resultat aus der bisherigen Expositionbeiderlei) Arten ästhetischer Urtheile zieht, so würden sichdaraus folgende kurze Erklärungen ergeben:

Schön ist das, was in der bloßen Beurtheilung (alsonicht vermittelst der Empfindung des Sinnes nach einem