Critik der theologischen Urtheilskraft. z<i 5
Geg>'Nsah: Einige Erzeugung derselben ist nochbloß mechanischen Gesetzen nicht möglich.
In dieser letzteren Qualität, als objective Princi-pien für die bestimmende Urtheilskraft, würden sie ein-ander widersprechen, mithin einer von beiden Sätzennochwendig falsch seyn; aber das wäre alsdann zwareine Antinomie, dock) nicht der Urtheilskraft, sondernein Widerstreit in der Gesetzgebung der Vernunft, DieVernunft kann aber weder den einen noch den anderndieser Grundsätze beweisen; weil wir von Möglichkeitder Dinge nach bloß empirischen Gesetzen der Naturkein bestimmendes Princip 2 priori haben können»
Was dagegen die zuerst vorgetragene Maxime einerreflectirenden Urtheilskraft betrifr, so enthält sie in derThat gar keinen Widerspruch. Denn wenn ich sage:ich muß alle Ereignisse in der materiellen Natur, mit-hin auch alle Formen, als Producte derselben, ihrerMöglichkeit nach, nach bloß mechanischen Gesetzen beur-theilen; so sage ich damit nicht: sie sind darnachallein (ausschließungsweise von jeder andern Art Cau-salität) möglich; sondern das will nur anzeigen, ichsoll jederzeit über dieselben nach dem Princip desbloßen Mechanisms der Natur restectiren, und mithindiesem, so weit ich kann, nachforschen, weil, ohne ihnzum Grunde d^r Nachforschung zu legen, es gar keineeigentliche Naturerkenntniß geben kann. Dieses hindertnun die zweyte Maxime, bey gelegentlicher Veranlas-