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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
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323
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Critik der teleologischen Urtheilskraft. Z2z

beruft, wohin also unsere Einsicht nicht reicht, so leichtnicht zu widerlegen: darum, weil sein Begrif von demUrivesen gar nicht zu verstehen ist. So viel ist aberklar: daß die Zweckverbindung in der Welt in demselbenals unabsichtlich angenommen werden muß (weil sie voneinem Urwesen, aber nicht von seinem Verstände, mit-hin keiner Absicht desselben, sondern aus der Nothwcn-digkeit seiner Natur und der dason abstammenden Welt-einheit abgeleitet wird), mithin der Fatalismus derZweckmäßigkeit zugleich ein Idealism derselben ist.

2) Der ReallsM der Zweckmäßigkeit der Naturist auch entweder physisch oder hyperphysisch. Dererste gründet die Zwecke in der Natur auf dem Analo-gon eines nach Absicht handelnden Vermögens, demLeben der Materie (in ihr, oder auch durch ein bele-bendes inneres Princip, eine Weltseele); und heißt derHylozoism. Der zweyte leitet sie von dem Ur-gründe des Weltalls, als einem mit Absicht hervorbrin-genden (ursprünglich lebenden) verstandigen Wesen ab;und ist der TheistN

-) Wo» sieht hieraus: daß in bei, meist?» fpeeulativen Din-gen der reinen Vernunft, was die dogmatischen Behaup-tungen betrist, die philosophischen Schulen gemeiniglich alleAuflösungen, die über eine gewisse Frage möglich sind, ver-sucht haben. So hat man über die Zweckmäßigkeit d"r Na,tur bald entweder die Ublose Marcrie, oder eine» leblose,»Gorr, bald eine lebende Maceric, oder auch einen leben-digen Gorc zu diesem Behufe versucht. Für uns bleibtX s