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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
325
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Critik der teleologischen Urtheilskraft. zz;

zeugten Producte mit unsern Begriffen vom Zwecke,mithin für die Technik, sondern selbst für die Bestim-mung der Ursachen dieser Erzeugung nach Bewegungs-gesetzen, mithin ihre Mechanik, der blinde Zufall zumErklärungsgrunde angenommen, also nichts, auch nichteinmal der Schein in unserm teleologischen Urtheile er-klärt, mithin der vorgebliche Idealism in demselben kei--nesweges dargethan wird.

Andererseits, will Spinoza uns' aller Nachfragenach dem Grunde der Möglichkeit der Zwecke der Naturdadurch überheben, und dieser Idee alle Realität neh-men, daß er sie überhaupt nicht für Producte, sondernfür einem Urwesen jnhärirende Accidenzen gelten laßt,und diesem Wesen, als Substrat jener Naturdinge, inAnsehung derselben nicht Causalitat, sondern bloß Subssistenz beylegt, und (wegen der unbedingten Nothwendig-keit desselben, sammt allen Naturdingen, als ihm inha-rirenden Accidenzen) den Naturformen zwar die Einheitdes Grundes, die zu aller Zweckmäßigkeit erforderlich ist,sichert, aber zugleich die Zufälligkeit derselben, ohne diekeine Zweckeinheit gedacht werden kann, entreißt,und mit ihr alles Absichtliche, so wie dem Urgründeder Naturdjnge allen Verstand, wegnimmt.

Der Spinozism leistet aber das nicht, was er will.Er will einen E'-klärungsgrund der Zweckverknüpfnng(die er nicht laugnet) der Dinge der Natur angeben, undnennt bloß die Einheit des Subjects, dem sie alle inhä-

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