zz4 . Zweyter Theil.
rende Urtheilskrast, mithin eine Maxime derselben, dieihr die Vernunft auferlegt.
Wir haben nehmlich unentbehrlich nöthig, der Na-tur den Begrif einer Absicht unterzulegen, wenn wir ihrauch nur in ihren orgmiisirten Producten durch fortge-setzte Beobachtung nachforschen wollen: und dieser Be-grif ist also schon für den Erfahrunzsgebrauch unsererVernunft eine schlechterdings nothwendige Maxime.Es ist offenbar: daß, da einmal ein solcher Leitfadendie Natur zu studiren aufgenommen und bewahrt ge-funden ist, wir die gedachte Maxime der Urtheilskraftauch am Ganzen der Natur wenigstens versuchen müs-sen, weil sich nach derselben noch manche Gesetze dersel-ben dürften auffinden lassen, die uns, nach der Be-schrankung unserer Einsichten in das Innere des Me-chanisms derselben, sonst verborgen bleiben würden.Aber in Ansehung des letztern Gebrauchs ist jene Maxi-me der Urcheilskrast zwar nützlich, aber nicht unent-behrlich, weil uns die Natur im Ganzen als organisirt(in der oben angeführten engsten Bedeutung des Worts)nicht gegeben ist. Hingegen in Ansehung der Productederselben, welche nur als absichtlich so und nicht andersgeformt müssen beurtheilt werden, um auch nur eineErfahruugserkenntniß ihrer innern Beschaffenheit zubekommen, ist jene Maxime der restectirenden Urtheils-kraft wesentlich nothwendig: weil selbst der Gedankevon ihnen, als organisirten Dingen, ohne den Gedan-