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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
335
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Critik der teleologischen Urtheilskraft, zz;

ken einer Erzeugung mit Absicht damit zu verbinden,unmöglich ist.

Nun ist der Begrif eines Dinges, dessen Existenzoder Fo.rm wir uns unter der Bedingung eines Zwecksals möglich vorstellen, mit dem Begriffe einer Zufällig-keit desselben (nach Naturgesetzen) unzertrennlich ver-bunden. Daher machen auch die Naturdinge, welchewir nur als Zwecke möglich finden, den vornehmstenBeweis für die Zufälligkeit des Weltganzcn aus, undsind der einzige für den gemeinen Verstand eben sowohlals den Philosophen geltende Beweisgrund der Abhän-gigkeit und des Ursprungs desselben von einem ausserder Welt existirenden, und zwar (um jener zweckmäßi-gen Form willen) verständigen, Wesens; daß also dieTeleologie keine Vollendung des Aufschlusses für ihreNachforschungen, als in einer Theologie, findet.

Was beweiset nun aber am Ende auch die allervoll-standigste Teleologie? Beweiset sie etwa, daß ein solchesverständiges Wesen da sey? Nein; nichts weiter, alsdaß wir nach Beschaffenheit unserer Erkenntnißvermö-gen, also in Verbindung der Erfahrung mit den oberstenPrincipien der Vernunft, uns schlechterdings keinen Be-grif von der Möglichkeit einer solchen Welt machen kön'.

neu, als so, daß wir uns eine absichtlich-wirkendeoberste Ursache derselben denken. Objectiv können wiralso nicht den Satz darthun: es ist ein verständiges Ur«wesenz sondern nur subjectiv für den Gebrauch unserer