Critik der teleologischen Urtheilskraft. Z79
er alle physische Erklärungsart dieser Bildungen an.Denn, daß rohe Materie sich nach mechanischen Ge-setzen ursprünglich selbst gebildet habe, daß aus derNanu- des Leblosen Leben habe entspringen, und Ma-terie in die Form einer sich selbst erhaltenden Zweck-mäßigkeit sich von selbst habe fügen können, erklart ermit Recht für vernunftwidrig; laßt aber zugleich demNarurinechanism unter diesem uns unerforschlichenPi incip einer ursprünglichen Organisation einenuns't-stnnml'aren, zugleich doch auch unverkennbaren An-theil, wozu das Vermögen der Materie (zum Unter-schiede von der, ihr allgemein beywohnenden, bloß me-chanischen BtldUilgskraft) von ihm in einem orga-nisllten Körper ein (gleichsam unter der höheren Lei-tung und Anweisung der ersteren stehender) BildUNgs-tnel) genannt wird»
§. 70.
Von dem teleologischen System in den äußernVerhaltnissen organisirter Wesen.Unter der äußern Zweckmäßigkeit versiehe ich die-jenige, da ein Ding der Natur einem andern alsMittel zum Zwecke dient. Nun können Dinge, diekeine innere Zweckmäßigkeit haben, oder zu ihrerMöglichkeit voraussetzen, z. B. Erden, Luft, Wasser,u. s. w. gleichwohl äußerlich, d. i. im Verhältnißauf andere Wesen, sehr zweckmäßig seyn; aber diese