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gleichzeitigen Zeugnisse des Doktors der Philosophie und Medicin Paulus von Prag ^itzrij)gAus elt sitifex lculvenk lubtililer in laminiou!,' (//c) sureis, serreis ac NAneix 5o.lidi jiAni atcjue sliis imgAines, lciipluram et omne c^uvcllioet, vt ^rius !inj)rimat vajZ)'rogut tZZrieti »ut afüeri munclo: lcinclit omne, c^uoä cupit et elt Iioino ssciens tglis cuin^icIuris et temvore inei (meo?) c^uiägm sculpllt inteAram KiKIigin su^er I2-
mellss et in czuatuor seotimznis tntam LiKIism in veiAgmeno iubtili vraeliA>,gvit sculotu-izm (tculvtuia?) In diesem, vermuthlich durch einen Abschreiber, noch mehr verhunztenLatein finden wir den Uebergang von der Holzschneidekunst zum Graviren in Metall, und vondiesem zum Schneiden der Buchstaben, und dann zum Drucken, Daß sich der Verfasser, mitUebergehung des Gusses der Lettern, nicht deutlicher ausgedrückt hat, rührt zum Theil daher,daß es ihm bey Beschreibung einer den Römern unbekannten Kunst an schicklichen Wortenfehlte. Wie undeutlich ist nicht die Unterschrift des zu Mainz 1460 gedruckten Catholicons?Ivlirs vatron-uuin t"orn,arulncjue concor^is, provortions ac inoäulo ilnvrei^ux gtc^us con-fectu8! Man muß sich auch nicht irre machen lassen durch die lsmin-,5 suregx. Niemand wirdjweifeln, daß man in Gold, welches seinen innerlichen Werth immer behalt, die Figurenam feinsten graben könne. In Meusels Miscellaneen artistischen Inhalts (itesHeft S.L.)ist folgendes zu lesen: Ein Bild der unglücklichen Maria, Königin von Schottland , welchesin einem 2 Zoll und 4 Linien langen Ovale vorgestellt ist, und um welches unten folgendeWorte in der Rundung angegeben sind: colleÄ: K. K4ea6 O. I^g. z^ot. KeZ. inHurmn inci^it <?. Vertue. Von dieser goldenen Platte sind nur außerordentlich wenige Ab-drücke gemacht worden, und ist daher dieser Eoldstich sehr rar. Man kann aber auch nichtsfeineres in Ansehung des Stiches, und nichts vollkommneres in der Kunst zu sehen verlangenu. s. w. Daß dergleichen Künstler leicht Buchdrucker geworden, hat Breitkopf ^)bewiesen.
s) Immall. Vreitkopf über die Geschichte der Erfindung der Buchdruckettunst S. 16 und Z2.K) Man sehe von Murr im -ten Theil seines Journals zur Kunstgeschichte S- ic>;, wo ein« Copie davonmitgetheilt ist-
c) Dieses wichtige Zeugniß ist im yten Heft der Polnischen Bibliothek «.Warschau 1788^ aus einem aufder Universitätsbibliothek zu Krikau befindliche» Mauuserivt vom I. 14;? Z»r Probe mitgcthciltworden. Man findet solches auch in der allgem. Litteraturzeitung vom 2.1791- Kmn. -58. üzs.
1.c. S. Z4 und Z5.
'.^v-^ §2. .....
Es ist mehr als wahrscheinlich, daß die Betrachtung eines Werks aus der Xylogra-phie in dem Erfinder der Buchdruckerkunst den Gedanken erzeugt habe, die Vortheile zu be-rechnen, welche die Verwandlung der unbeweglichen Buchstaben in bewegliche hexvorbringen
wurde.
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