1484.
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»-L^/c-zm. Die Schlußanzeige lautet also: Lsnomcgrum Iiorüiuin über secunäumc>rä!nem noue rudrice im^engli« ecclelis IZsKenc>erAenli8. inäustiis et impeiiliü Zo»lisiuu'i 8culen5cluniclt etl^einiici pet^enlleiner iin^eellu5. o^tttum sä liuein perue-nit /^uno Lliriüi ^l.LLLLl^XXXIIII ^lenliz februsiii cZie vicciimox>l ilno. In fol.Die Seite des ersten Blatts, wo der Titel des ersten Buchs stehen konnte, ist nach da-maliger Sitte weiß. Auf der Kehrseite steht in der ersten Kolumne: L-mon tsdule litere«Zommicslis et dilextilis, auf der zweyten: Lsnon aurei numeri et clsuium felloruin mo-diliul» roth g-druckt. Dann folgt auf sechs Blattern der Kirchenkalender, welcher mit dembey 51.1 z / wo einige Anmerkungen darüber angebracht werden sollen/ vollkommen übereinstimmt.Eines darf ich nicht verschweigen, daß ich dort einen Feiertag zu wenig angegeben habe,welcher erst gegen Ende des I. 1484 aufgekommen ist, nämlich Maria Opferung am«i.Nov., denn eine gleichzeitige Hand hat bey diesem schwarz gedruckten Tage hinzugeschrieben:,/Vuno 6iu 1484 c!nu5 H^ilco^ui ktiili^u! c!e I^euueuberK, initituit celebesri lioofeüum pe>- xugm ciiocelim. lind wirklich findet man ihn in dem Kalenders des Missalsvon 1490 roth gedruckt. Nach dem Kalender folgt ein ganz leeres Blatt/ nur daß auf derRückseite ein Holzschnitt abgedruckt ist, auf welchem zur Rechten Heinrich und Kunegunddas mit 4 Thürmen gezierte Domstift, auf dessen Mitte noch ein kleineres Thürmchen im go«thischen Geschmack zu sehen ist, auf ihren Handen tragen. Unter dem Dom sind das kaiser-liche und bayersche Wappen aufgehängt. Linker Hand erhebt sich das bischöfliche Philipps vonHenueberg. Unter diesem Holzschnitt sieht in einem runden Kreise eine Säule, und daraufeine Henne. Das Buch selbst fangt an: ^iber üoigruin etc. wie der obige Titel lautet.Nur die größten Kapitalbuchstaben sind hinein gemahlt, die übrigen auch größern Anfangs-buchstaben sind roth gedruckt. Die Vlattcrzahl kann ich» darum nicht angeben, weil dasExemplar, das ich vor mir habe, einige Defekte hat. Es versteht sich übrigens von selbst,daß dieses große Brevier für den Chor, wie das folgende für den Privatgcbrauch zu Hauseund auf Reisen bestimmt war. Was dieses Produckt der Sensenschmidtschen Presse vor seinenübrigen zu Bamberg gedruckten Werken auszeichnet, ist, daß es am Ende mit seinem Zeichen,nämlich 2 Sensen in einem rothen Wappenschild, geziert ist. Auf dem Titelblatt von HerrnPanzers ältesten Buchdruckergeschichte Nürnbergs findet man eine Abbildung davon.
Da dieses starke Werk am 21. Febr. vollendet worden, so ersieht man daraus, daßCensenschmidt einen guten Theil des vorhergegangen 148 ^tcn Jahrs darauf müße verwendethaben. Ucbrigens haben uns von diesem Buche schon vorhin Nachricht ertheilet l'IiLopKil.HüiLöt-us (Schwindel) in Neuen Nachrichten von lauter alten — Büchern 4. S. 157.
5l. 90.