Druckschrift 
Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
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>Ic). 50. und Dcnis im Zuppl. !^g!tl-. r>ZA. 185. I^l. 1408 aus (deinem NiKIiotli- üi-üniiczue etL. ?. ls. ZY2 eciir. (Zöttil.A. Ein Exemplar davon bt.-fa.id sich vor dem fran-zösischen Ueberfall in der Dombibliothek zu Mainz.

Herr Panzer, der selbst cm vollständiges Zzemplar besitzt, und solches /maal. typ. Vol. I. p. 14z.n. z beschrieben Hut, giebt die Blatterzahl auf Z57 ohne den Kalender an.

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secuncium oi'cliuem noue rukrice in^erialis ecLlelie KgIzen!)ei'Zenliz ittciuilriz etiii^enlis ^aliJnni's 8en5culc!nmc!t et I^siiu!ci pet^entleiner inijzreüuz optstum Knein psiuenit ^nno clirilti Ivl. OLLLI^XXXIIII. l^uzilo vero ^ciuz 8e^).temdi-8 ect. 8.

Da der Wintertheil der Tagzeiten dem Sommertheile vorgehet, so ist kein Zweifel, daßjener nicht vor diesem wäre gedruckt worden. Doch der Geschichte gehst dadurch nichts ab,weil die Endunterschrift die Vollendung des Ganzen deutlich angezeigt. Der Sommertheil hatsich in der Bibliothek zu Vanz erhalten.

Den Anfang macht der Kirchenkalender auf 7 Blattern. Dieser giebt mir zu einigenBemerkungen Anlaß. Am 2 4ten Januar steht l'iuinotlie! <?/?o/?»//, dessen Gedächtniß nunseit langer Zeit nur unter dem Titel eines Bischofs begangen wird. Das Fest am -5tenMärz scheint mir im Kalender des Num. 19 angeführten Meßbuches durch ^nnuncimio <Zo-ininicg besser als hier durch ^nnuncistio de-ite maris virAmis ausgedruckt. Uebrigens ist dieMenge der damaligen Feiertage im Bisiume Bambcrg auffallend. Im I. 1484 waren ihrerdas Jahr hindurch 54, ohne den Festtag des Patrons jeglicher Kirche, der auch gefeiertwurde, mitzurechnen. Bischof Ernst schafte im I. 1587 dreyzehn davon ab, als 8gncwruiuIunc>ccumin, LstlisäiZe 8. ?etri, rju^rta c!iez ?a^^atl5 et ?ei'.tecol1ez, ^ogninz ante^or-tsin Liztingm, 8. Viti, 8. Xilisui et svLi'orum ejux, scl vincula ketri, 8. ^eAi'dii^ l'igns.jationiz 8. Xune^uncliz, 8. Ottoniz , 8. Oioi^lu sc>ciorurncjue ejus, et 8. ^icvlgj Il^is-copi. Es blieben also noch 41 übrig. Heut zu Tage, nachdem unter dem Fürst-BischofAdam Friedrich von Seinsheim viele abgethan, andere auf die vorhergehenden Sonn-tage verlegt wurden, sind ihrer nur noch neunzehn, wozu jedoch der Charfreitag, welcher imbambergischen Kalender ganz roth gedruckt erscheint, nicht gerechnet ist. Im KoburgischenKalender finde ich diesen Tag auch als einen Feiertag den Katholiken zugedacht, aber imWirzburgischen Kalender ist er ganz schwarz. Man arbeitet an diesem Tage wie in dem einem,so auch in dem andern katholischen Lande; und welche Seele kann am Charfreitage eine Messehören? Vielleicht ist das ganze Ding eine Buchdruckergrille!

Dieser zweyte Theil hat 390 Blatter, welche ohne Zahlen sind. Titelblatt und eigentli-che Kapitalbuchstaben fehlen. Kleinere Anfangsbuchstaben sind roth gedruckt/ wie die Rubri-ken