Druckschrift 
Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
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fürstlichen Hause i^6z gebohren worden ftp/ unter Kayser Marimilian etlichen Felbzügenbeygewohnet habe, und vermuthlich frühzeitig in Bambergische Dienste getreten sey, woer fünf Bischöfen nacheinander, und bey einem von Würzburg , die, nach den damaligen Lan-desverfassungen, oberste Stelle eines Hofmeisters versah. UngM)r im Jchr 1524 trater Luthern bey, verließ deßwegen die Bambergischen Dienste, und begab sich zu dem Marg-gr.'fen Casimir von Brandenburg, bey welchem er Statthalter und Landhofmeister wurde.Er starb endlich zu Nürnberg den 20. Octob. 152L und liegt auch in der Gottesackcrkirchebey St Johannis begraben, woselbst ihm ein Monument mit folgender Grabfchrift errichtetworden ist: ^oanuez Ksio a Lcl^gr^enveiA uir cinctus oküt ^. 0. 1528 XI! Xnl. I>Ic>-uei^de. setgtii! 64 Wir werden nun diese so seltene Ausgabe, so genau, als möglich be-schreiben. Auf dem ersten oder Titelblat stehet oben, über einem, die ganze Seite einneh-menden Holzschnitt auf einer Zeile, schwarz gedruckt: Bnnberjgische halßgerichtsordcnug. Auf dem Holzschnitt selbst sind die Torturinstrnmente, Galgen, Nad, Schwerdu. d. abgebildet. Die Rückseite eben dieses ersten Blats füllet ein Holzschnitt, welcher daSFamilienwappen des Bischofs Georg Schenk, Freyherrn von Limburg , das von zweenstehenden Löwen gehalten wird, vorstellet. Auf den folgenden sieben nicht foliirten Blatternsicher das Register mit der Ucbcrschrist: Hernach volgt das Register dits buch 6,

vnd vmb eygentlicher anzeygung und findnng willen--als darinnen

erfunden wirbt. Auf der ersten Seite des folgenden, eben mit der Zahl III bezeich-neten Blats, siehet wieder ein Holzschnitt, welcher daS jüngste Gericht vorstellet. Ganz obendarüber liefet man: Gedenk allezeit der letzten ding. So Wirt dir rech tungar gering. Darunter: Indem vrteil !t. Mathei am Vl^, und noch weiter unten:Der Herr thut Barmherczigkeir'zc. Ps.L.II.f. Auf der Kehrseite fangt die vorredebis Buchs, oder das Mandat des Bischofs von Vamberg, worinn er die Ursachen dieserOrdnung anzeigt, mit folgenden Worten an: Wir Georg von gottes gnaden Bi-sch 0 u e zu Bamberg , rhun kunt :c. Dieses Mandat gehr auf der ersten Seite, des mitder Zahl IIII bezeichneten Blats in der Mitte zu Ende: Darunter stcht: Wir habenauch in dieser vnser ordnug vmb eigentlicher merkung vnd beheltniß willendes gemeinen mans, figur und reumen (nach gelegenheic der gefetz sodarnach folgen) orden und drucken l äffen. Auf der Rückseite dieses Blats sichtwieder ein Holzschnitt, der den Moses mit seinem Schweher, dem Jethro vorstellet; unddarunter zwo Schriftstellen aus Erod. 26. Mit dem folgenden, mir der Zahl V bezeichnetenBlat folgen nun die Artikel selbst, deren mit der Vorrede und dem Beschluß, welche beydemitgezählt sind, LLI.XXVill sind. Diese endigrn sich auf der ersten Seite des LXXXlenBlats, mit der obangezeigten Unterschrift. Die Rüc-ftite ist leer. Das ganze ist also nebstTue! und Register LZ Blatter stark. Außer den bereits angezeigten, zahle ich noch 19 Holz-schnitte