Druckschrift 
Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
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55) Die Wcysung vnd außruffung des Hochwirdigen Heilthumbszu Bamberg nach dem rechten waren Heilthumb abgezeichnet.Am Ende: Gedruckt als man zahlt nach Christi gebnrc ^.L^L^(-'vnd IX Jahr. In 4.

Obiges ist der ordentliche Titel, und unter ihm erscheinen in einem Holzschnitt K,Heinrich und K. Kunigund den Dom haltend, und unter diesen das Bischofliche undDomkavitlifche Wappen. Das Werk besieht aus 2 7, Blattern Tert und illuminirten Holz-schnitten, welche die sogenannte Heiligthumer vorstellen. Der Anfang lautet also: Als vonaltem herkumen und löblicher gewonhcit das Köstperlich und löblich Heyltumb, dieß wirdigenStissts hyc zu Bamberg ye über sieben iarc geweyst wirdet, darzu unns got anff heut das zuzeygen und zu sehen versammelt hat. Davon man gern ein hcrliche lobrcde gethan het,als wol pillich wer u. s w. -

Sent still und dringt nit einander Darauf werden sie ermahnt, sichnicht daran zu kehren, wenn wahrender Zeit Feuer ausgerufen wurde, indem man schonzum löschen vorbereitet sey. Nun folgen die Heiligthumer selbst, als 1. das Panier 8.(Ze»! und das ist von Himel kumen. 2. Das Panier und der Mantel Kaiser Heinrichsu. s. w. In dieser Monsiranizen ist von dem <?tein davon Christus gen Himmel fuhr, einStück von dem Grab unsers Herrn, ein Stück von dem Stein, darauf Christus das ^aternollcr geschrieben HU u. s w. In dieser Monstrantzcn ist von dem Weyrauch, den die heiligez König dem Herrn Christo in seiner Kindheit geopfert haben, und vom bavt sant Antboniiu s. w.

Die Arbeit dieser Monstranzen verdient Aufmerksamkeit.

Den Schluss dieser Handlung macht ein Gebeth für den Pabst, Kaiser, den Bischof unddas Reich. Letzlich folgt eine Ermahnung sich des Ablasses dieser Kirch mit Beysteuer undAllmosen, welches zu den Gebärden und Zierden der Kirche verwendet werden sollen, theil-haftig zu machen. Mit der Feder ist am Rand bemerket: I'eilum 8z. Kelicjumruui üullieeiumLLmI)crAl>e c^uot nuiii» clie l6. ^ul., leci lins l-'Iemni j^c c!i ciun^tivue^ colltui'.

Diese das Gepräge ihrer Zeit tragende Schrift hat Herr Panzer in seinen Annalennicht. Ein Eremplar ist zu Langheim, und nach der Versicherung des Herrn Stang sel.Gcd. mehrere zu Bamberg . Daß der Druck von Ioh. Pfepl sey, ist kcincm Zweifel unter-worfen.

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