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druckerkunst, welche wir Loch nach ves VerfassersVersprechen hier nicht lesen sollten. Hierauf handeltman von dem Fortgang der Buchdruckerkunst, in-gleichen von den Begnadigungen, Freyheiten, Ord-nungen und Pflichten der Buchdrucker gegen GOtt,gegen ihre Obrigkeit, gegen ihres Gleichen, und ge-gen sich selbst, wobey absonderlich von ihren erfor-derlichen Wissenschafren mit geredet wird- Über dieschlechte Belohnung der Buchdrucker wird eine weit--laustige Klage geführet, welche Klagstimme noch weitmehr wider Herrn tN. Ieremms NAlhelm JacobClesien erhoben wird, da derselbe in seinen herausgegebenen und oben angeführten Buch über denschlechten Druck und Pappier der heutigen Büchergeeifert hat. Man wird öfters recht hertzlich böse,wenn von Herr Clesien den alten Buchdruckern vorden heutigen ein Vorzug zugestanden jwird. End-lich thut der Herr Verfasser einen Vorschlag, wiedenjenigen, welche es benöthiget wären, und ihreJugendjahre, Vermögen und Kräfte, GOtt zu Eh«ren und dem gsmeinen Wesen zum Besten gleichsamaufgeopffert hätten, in ihrem Alter, an einen honet-ten Ort, einBuchdruckermnßiger Unterhalt verschaftwerden könnte. Der gantze Jnnhalt davon ist die-ser : Es sollten etliche Buchdruckergesellschaften zu--sammen treten, Gelder sammlen, worzu man aucheinige Strafgelder schlagen könnte/ und alsdenn Gü-ther ankaufen, wovon vierzig abgelebte und armeKunstglieSer in einem Verpflegehaus erhalten wer-den könnten. Der Vorschlag laßt sich gantz wohllesen, wenn er nur auch erfüllt wäre. Die vielenDruckfehler geben diesem Buch, das von der Buch-druckerkunst handelt, eine schlechte Zierde.
ß. XXVttl.