Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
avaibable widths
 

62 Cap. l. Verzeichm'ß

druckerkunst, welche wir Loch nach ves Verfassers Versprechen hier nicht lesen sollten. Hierauf handelt man von dem Fortgang der Buchdruckerkunst, in­gleichen von den Begnadigungen, Freyheiten, Ord­nungen und Pflichten der Buchdrucker gegen GOtt, gegen ihre Obrigkeit, gegen ihres Gleichen, und ge­gen sich selbst, wobey absonderlich von ihren erfor­derlichen Wissenschafren mit geredet wird- Über die schlechte Belohnung der Buchdrucker wird eine weit-- laustige Klage geführet, welche Klagstimme noch weit mehr wider Herrn tN. Ieremms NAlhelm Jacob Clesien erhoben wird, da derselbe in seinen heraus gegebenen und oben angeführten Buch über den schlechten Druck und Pappier der heutigen Bücher geeifert hat. Man wird öfters recht hertzlich böse, wenn von Herr Clesien den alten Buchdruckern vor den heutigen ein Vorzug zugestanden jwird. End­lich thut der Herr Verfasser einen Vorschlag, wie denjenigen, welche es benöthiget wären, und ihre Jugendjahre, Vermögen und Kräfte, GOtt zu Eh« ren und dem gsmeinen Wesen zum Besten gleichsam aufgeopffert hätten, in ihrem Alter, an einen honet­ten Ort, einBuchdruckermnßiger Unterhalt verschaft werden könnte. Der gantze Jnnhalt davon ist die­ser : Es sollten etliche Buchdruckergesellschaften zu-- sammen treten, Gelder sammlen, worzu man auch einige Strafgelder schlagen könnte/ und alsdenn Gü­ther ankaufen, wovon vierzig abgelebte und arme KunstglieSer in einem Verpflegehaus erhalten wer­den könnten. Der Vorschlag laßt sich gantz wohl lesen, wenn er nur auch erfüllt wäre. Die vielen Druckfehler geben diesem Buch, das von der Buch­druckerkunst handelt, eine schlechte Zierde.

ß. XXVttl.