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Theil 3 (1741) Die so nöthig als nützliche Buchdruckerkunst und Schriftgießerey
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l84 Cap. IV. Ausführliche Nachricht

den, so wurven selbiqe vor ven Kirchthüren von de-nen beyden Universitäts -HÄuskus, als dazu bestelltenMacschallen, empfangen und an ihre bestimmtenStellen angewiesen, weil man die Thüren mit 24.Partisaneurs aus der Bürgerschaft besetzt hatte.Die Marschallsstäbe waren blau und roth und obenmit einem Schild versehen , worauf das vom Käu-fer Friedrich III. den Buchdruckern verliehene Wap-pen gemahlet war. Äusser dem warm sie noch mitroth und weissen Bandern gezieret. Zn der Kirchewaren der Altar, die Kantzel, unddieEmporkirchennicht nur mit rothem Tuch bekleidet, sondern auchmit schönen Blumentöpfen von frischen Rosen, Lilienuiiv andern Zierrathen ausgeschmücket. Als sich nunauch die oben angeführten Buchdruckerherren auf diehierzu ledig gelassene Emporkirche, gleich neben demProfessorchor, und eine grosse Menge Zuhörer inder Kirche versammlet hatte, so wurde das Lied :Z7?nn lob meine Seele, den H^rr», :c. ange-stimmet. Nach dessen Endigung führte der Va-sige Director Musices, Herr Johann GotthilfZiegler eine wohl componirte und zugleich gedruckteCantata auf, alsdenn fieng man das Lied: L.obeden Herrn, den machtigen Rönig der Ehrenzc.an Und nunmehro trat Herr l). Benedict Gott-lob Clauswiy, I'. ?. 0. 88. l'n.aufdieCantzelundhielt über den 19. v des 102. Psalms eine golebrteund erbauliche Zubelpredigt. Nach abgelegter Pre-digt wurde das?e Deum Isu^smus unter Trompe-ten und Pauckenfchal! abgesungen, und nach gespro-chenem Seegen der Vormittagsgottesdienst mit demLiede: Nun danckeralte GOtt:c beschlossen. Beydessen AuSgang in die gesetzten Becken vor arme Stu-

den-