252 Lap. V. Zortgeseyte Nachricht
Dessen Herr Vater Chrysoftomus war Ralhsherrdaselbst Anfänglich siudirte erzwey Jahre zu Wir-tenderg, hernach lernte erzuFru»ckfurchanderOderbey Johann Eichhorn Vie Buchdruckerkunst undarbeitete alsderm als Geselle eine Zeitlang in der Hof-buchdruckerey zu Dreßden. Um das Jahr 1587 er-langte er die Hofbuchdruckerey / welche er auf seineeigene Kosten verbessert, und wöchentlich anderthal-ben ThaKr Salarium. Er hatte sich zweymal ver-heyracher, erstlich mit Regina, Stephan Oster-lands, AmtsschössersznDüben, Tochter, hernachmit Maria, Dionysii Melyers, Tochter. Ausder ersten Ehe hatte er zwey Töchter, aus der andernzwey Söhne gezeuget. Besondere Wercke hat ernicht gedruckt. Endlich ist er den 16. April 1616.gestorben. Sein Buchdruckerzeichen war ein ovalerSchild, in welchem auf einer freyen Gegend ein Schafan einem Baum stehet/ und der Wallfisch, welchexaus dem Meer Ionam an das Ufer sveyet. Ausenherum stehet: Lun^tZ vl-!cnte Oeo, und gcmtz un-ten dessen Handelszeichen. Siehe l'M. XI. n. 2.
6. Christoph Matchesius.
Won diesem weiß man nichts mehr, als daß er eingewisses Bedencken D. Martin Mm von zwey Bo-gen gedruckt. Es ist aber keine Zeit dabey bestimmt.
7. Hannß Güidrbrecht.
Ist vermuthlich nur als Geselle in der Hofbuchdru-ckerey gestanden. Er hat den Churfürsten Christian!I. zu Gevattern gebethen.
8. Matthäus Gröckel, 1586.-1605.
Es ist dieses der jüngere. Ohngefehr um das Jahr1586. hat er eine Druckerev angelegt. Man weiß
alm