46 Bischof Bossuets Einleitung
Jabr« nach und bediente sich der unzähligen Reichthümer IqhreI^b. der desselben. Er demüthigte die'andern Bundes- "-Chr. Gel».2li. genossen der Könige von Babylon, und erstreckte 54z.feine Herrschaft nicht allein bis nach Syrien ,
216. sondern bis über ganz Kleinasien . Endlich 5-?^zog er gegeil Babylon. Er nahm diese Stadt
ein, und machte sie dem Cyarares, seinem Oheime,.unterwürfig, welcher sowohl von seiner Treue, alsvon seineu Thaten gerührt wurde, und ihm seineeinzige Tochter und Erbinn zur Gemahlinn gab.
217. Daniel, welcher schon unter den vorigen Regie- zz?»rungen verschiedener himmlischer Erscheinungengewürdigt worden war, in welchen er die offen-barsten Zeichen von so vielen Konigen undReichen gesehen hatte, lernte wahrend der Re-gierung des Astyages durch eine neue Offenba-rung die berühmten siebzig Wochen, in welchen
die Zeiten Jesu Christi , und die Schicksaledes jüdischen Volkes, so wohl bezeichnet worden .sind. Dieses waren siebzig Iahrwochcn, welche49V Jahre enthielten. Diese Art zu rechnenwar tinter den Juden so gewöhnlich, dasi sie dassiebente Jahr, sowohl als den siebenten Tag, miteiner heiligen Ruhe feyerten. Kurze Zeit nach
218. diesem Gesichte starb Cyarares, wie auch Cain- 5z6.byses, der Vater des Cyrus. Dieser großeKönig, der ihnen nachfolgte, vereinigte das zeit-
her so unberühmte Reich der Perser mit demReiche der Medcr, das durch seine Eroberungenso sehr vergrößert worden war. Er war alsoder ruhige Besitzer des ganzen Orientes, undsiifftete das größte Reich, das noch in der Weltgewesen ist. Man muß aber zum Verstände
unserer