Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

X

6v Bischof Bossuets Einleitung

Iabre nach ist, wurde seinen Bürgern gleich in seinem er- ^ahreRadtR°m ste" Consulate verdächtig. Man mußte, um v.Chr.Geb.'sie zu befriedigen, ein Gesetz geben, nach wel-chem es erlaubt war, in allen Rechtshändeln, inwelchen es darauf ankam, daß ein Bürger be-straft werden sollte, von dem Senate, und denConsuln an das Volk zu appelliren. Die ver-jagten Tarquinier fanden Beschüßer; die be-nachbarten Könige sahen ihre Verbannung alseine Schmach an, durch welche alle Könige be-leidigt worden wären, und Porsenna , der Kö-nig der Clusier, eines hetrurischen Volkes, er-

247. griff die Waffen wider Rom . Als die Stadt 5^7»beynahe auf das Aeußersts gebracht war, undbald eingenommen worden wäre, wurde siedurch die Tapferkeit des Horatius CocleS noch er-halten. Die Römer thaten Wunder für ihre Frey-heit ; Scävola, ein junger Bürger, verbrannteseine Hand, weil sie den Porsenna verfehlt hatte;Clelia, ein junges Frauenzimmer, sehte durchihre Kühnheit diesen Prinzen in Erstaunen.

254' Porsenna ließ die Römer in Ruhe, und dis 5^0,Tarquinicr blieben ohne Hülfe. Hippias , fürwelchen sich Darius erklärte, hatte bessere Hoff-nung, in Athen wieder empor zu kommen. GanzPersien gerieth zu seinem Vortheile in Bewe-gung, und Athen wurde mit einem großen Krie-

261. ge bedroht. Unterdessen daß Darius mit den 493»Zurüstungen dazu beschäfftigt war, wäre Rom ,welches sich gegen seine Feinde so gut vertheidigthatte,beynahe durch sich selbst untergegangen. DerNeid erwachte wieder zwischen dem Senate unddem Volke. Die Gewalt der Consuln schien

hem