Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
69
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in die allgemeine Geschichte. 69

^chre nach Gefangenschaft und darauf wegen ihres Umgcm- Jahre

der Erb. der i)en Cbaldaern die Sprache dieses Vol-Ehr. G

Stadt Rom. ^ ^ ><- /-< <O

kes, die der ihrigen sehr nahe kam, und bey-

nahe eben die Art und Beschaffenheit hatte, alsdie ihrige. Diese Ursache machte es, daß siedie alte Figur der cbräischen Buchstaben änder-ten, und das Ebraische mit chaldäischen Buch-siaben schrieben, die unter ihnen bekannter undleichter zu schreiben waren. Diese Veränderungwar bey zwo benachbarten Sprachen leicht, derenBuchstaben einerley Werth hatten, und nur inAnsehung der Figur von einander unterschiedenwaren. Von der Zeit all findet man unter denJüden die heilige Schrift nur mit chaldaischenBuchstaben geschrieben; allein die Samaritanecbehielten die alte Weise, sie zu schreiben, be-standig bey. Ihre Abkömmlinge sind bis aufunsre Zeiten bey dieser Weise geblieben, undhaben uns dadurch den Pentateuchus, welchenman den Samaritanischcn nennt, in den altenhebräischen Charakteren erhalten, so wie mansie auf den Münzen und auf allen Denkmälernder vergangenen Jahrhunderte sieht.

Die Juden lebten unter der Herrschaft desArtcwerres sehr ruhig. Dieser Prinz, welchervon dem Cimon, einem Sohne des Miltia-des, des Feldhcrrns der Athenienser, genöthigtworden war, einen schimpflichen Frieden zu ma-chen , gab die Hoffnung auf, die Griechenmit Gewalt zu überwinden, und dachte nurdarauf, wie er sich ihre Uneinigkeiten zu Nutzemachen wollte. Unter den Lacedämoniern undden Atheniensern ereigneten sich auch sehr großeE z Zwi--