Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
84
Einzelbild herunterladen
 

84 Bischof Bossuets Einleitung

-Mre nach ger hatten ihm auch den Sieg zu danken, den sie JahreA ^ über die Rebellen davon trugen. Dieser Sieg Chr. Geb-^ ""''kostete ihnen Sardinien , welches der Aufruhrihrer Besaßungen den Römern öffnete *. AusFurcht, sich mit ihnen in einen neuen Krieg zuverwickeln, trat Carthago wider seinen Wil-len eine so wichtige Insel ab, und vermehrteseinen Tribut. Die Republik war darauf be-dacht, ihre Herrschaft in Spanien , welche durchden Aufruhr erschüttert worden war, wieder her-

524. zustellen; Hamilcar gieng mit seinem Sohne, 2Z^>Hannibal, welcher neun Jahre alt war, nach die-ser Provinz hinüber, und starb daselbst in einerSchlacht. In den neun Jahren, in welchen

er daselbst den Krieg mit Klugheit sowohl, als mit- Tapferkeit führte, bildete sich sein Sohn unter^ einem so großen Feldherrn aus, und faßte zugleicher Zeit einen unversöhnlichen Haß gegendie Römer. Sein Verwandter, Hasdrubal,wurde seinem Vater zum Nachfolger verordnet.Er regierte seine Provinz mit vieler Klugheit,und baute das neue Carthago daselbst, welchesSpanien in der Unterwürfigkeit erhielt. DieRömer waren mit dem Kriege wider die Köni-ginn der Jllyrier, Teuta, beschafftiget, welche ander ganzen Küste ihre Seeraubcrey ungestrafttrieb. Die Beute, welche sie von den Griechenund Epirotern machte, blähte sie auf, daß sie die-Römer verachtete, und ihren Gesandten tödtete.

525. Sie wurde bald überwältigt. Die Römer ließen

526. nur einen kleinen Theil vonJllyrien, und ge- 229.wannen die Insel Corfu, welcher sich diese Köm- 228.

ginn

* ?c,HI,, lilir. I, 79, 8z> 85.